MusikJames Blake behauptet, dass 95 Prozent seiner Produzentenarbeit unbezahlt sind

James Blake - 2020 Grammys - Famous
James Blake behauptet, dass 95 Prozent seiner Produzentenarbeit unbezahlt sind.
James Blake hat behauptet, dass „95 Prozent“ seiner Arbeit als Produzent „unbezahlt“ seien.
Der 37-jährige Musiker gab einen Einblick in die Musikindustrie – die häufig dafür kritisiert wird, Künstler nicht fair zu bezahlen – und erklärte, dass er einen großen Teil seiner Arbeit kostenlos erledigt. Er sagte dem ‚Rolling Stone‘: „Ich würde sagen, 99 – nein, nicht 99… 95 Prozent der Arbeit, die ich gemacht habe, war unbezahlt.“ Als der Interviewer nachfragte, warum er für seine Arbeit nicht bezahlt werde, antwortete er: „Nun ja, weil man als Produzent im Grunde einfach Farbe wirft. Man wirft Dinge an die Wand und schaut, was hängen bleibt.“
Der Singer-Songwriter, der mit großen Namen wie Jay-Z, Kanye West, Frank Ocean, Beyoncé und Travis Scott gearbeitet hat, erklärte außerdem, dass ein Großteil dieser unbezahlten Arbeit nie veröffentlicht wird. Er sagte weiter: „Man spricht ja von den 10.000 Stunden, die man braucht, um irgendwo echte Meisterschaft zu erreichen. Ich glaube, ich habe diese Zeit wahrscheinlich nur damit verbracht, Dinge zu machen, die nie veröffentlicht wurden – was eigentlich verrückt ist.“ Er betonte, dass es „einfach die Art der Branche“ sei, dass Produzenten nicht nach Stunden bezahlt werden. „Man kann also viele Stunden an einem Musikstück arbeiten, und dann ändert sich plötzlich die Richtung eines Albums“, so Blake weiter.
Der Musiker, der am Freitag (13. März) sein neues Album ‚Trying Times‘ veröffentlicht hat, fügte hinzu, dass so etwas auch ihm passieren könne. Er könne eines Tages aufwachen und merken, dass er in die falsche Richtung gegangen sei. „Und dann verschwinden fünf bis zehn Songs einfach“, erklärte er und ergänzte, dass es „definitiv eine ungewöhnliche Branche“ sei, wenn es darum gehe, wie Arbeit vergütet und Zeit belohnt wird: „Wenn man sich auf so ein Zahlenspiel einlässt, braucht man, glaube ich, eine echte Besessenheit davon, etwas zu erschaffen – Musik zu machen.“







