FilmKirsten Stewart: Als Regisseurin erhält sie mehr Respekt als für ihre Arbeit als Schauspielerin

Kristen Stewart - April 2025 - Avalon - Sacramento Screening BangShowbiz
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Kristen Stewart - April 2025 - Avalon - Sacramento Screening

Bang ShowbizBang Showbiz | 25.01.2026, 14:00 Uhr

Die 'Twilight'-Darstellerin spricht über den zentralen Unterschied zwischen Regie führen und Schauspielern - sie wird ganz anders behandelt.

Kristen Stewart glaubt, dass ihr als Regisseurin mehr Respekt entgegengebracht wird.
Die ‚Twilight‘-Darstellerin hat mit ‚The Chronology of Water‘ ihren ersten Spielfilm inszeniert. Während der Promotion des Projekts stellte sie fest, dass sie plötzlich ernst genommen wurde – während weibliche Filmstars oft nur als „Marionetten“ betrachtet werden. Gegenüber dem ‚Culture‘-Magazin der ‚Sunday Times‘ offenbarte Kristen: „Schauspielerinnen werden wie Mist behandelt, das muss ich leider sagen. Viele Leute denken, jede könne Schauspielerin sein. Aber als ich mich das erste Mal als Regisseurin hingesetzt habe, um über meinen Film zu sprechen, dachte ich: Wow, das ist eine völlig andere Erfahrung – sie reden mit mir, als wäre ich jemand mit Verstand.“

Die 35-Jährige räumte außerdem mit einem weit verbreiteten Klischee über Filmemacher auf. „Es gibt diese Vorstellung, dass Regisseure über fast überirdische Fähigkeiten verfügen, was einfach nicht stimmt“, betonte sie. „Diese Idee wird von Männern aufrechterhalten. Ohne ständig jammern zu wollen: Für Schauspielerinnen ist es schlimmer als für Schauspieler – sie werden wie Marionetten behandelt, obwohl sie das nicht sind.“

‚The Chronology of Water‘ handelt von der Leistungsschwimmerin Imogen Poots, die von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde – ebenso wie ihre ältere Schwester. Kristen glaubt nicht, dass ein Mann diesen Film hätte machen können. Auf die Frage, ob es für sie als Mann einfacher gewesen wäre, die Finanzierung zu bekommen, sagte sie: „Wenn ich ein Mann wäre, hätte ich diesen Film nicht gemacht. Wir müssen unsere Körperlichkeit jeden einzelnen Tag verleugnen, und es gibt so vieles – wie eine Geburt –, das unglaublich schmerzhaft und gleichzeitig sehr schön ist. Aber wir teilen das nicht, weil es unbequem und unangenehm ist.“

Frauen seien aus dem „Kanon der Ausdrucksformen“ verdrängt worden. „Ich wollte zu einer Welt sprechen, die darauf ausgelegt ist, Frauen zum Schweigen zu bringen. Wir müssen andere aus dem Weg schieben, damit unsere Erfahrungen gesehen werden“, erklärte Kristen.