FilmOlivia Munn: Schauspieler verweigerte Szene mit ihr, weil sie seine Figur retten sollte

Olivia Munn - Academy Awards 2025 - Getty BangShowbiz
Olivia Munn - Academy Awards 2025 - Getty BangShowbiz

Olivia Munn - Academy Awards 2025 - Getty

Bang ShowbizBang Showbiz | 09.04.2026, 09:30 Uhr

Olivia Munn erlebte in ihrer Karriere schon so manchen sexistischen Moment – vor und hinter der Kamera.
Jetzt hat die Schauspielerin sich daran erinnert, dass ein männlicher Schauspieler sich weigerte, eine Szene zu drehen, in der ihre Figur seinen Charakter rettet. Die 45-Jährige hat bereits in mehreren Filmen Polizistinnen oder CIA-Agentinnen gespielt, in denen ihre Figur „diejenige war, die den anderen rettet“. Bei einer Produktion drehte sie eine Schießerei-Szene in einem unterirdischen Bunker, doch ihr Co-Star war mit dem Drehbuch nicht einverstanden.

„Wenn man das Drehbuch liest, war es so: Er bewacht seine Seite, ich meine, dann wechseln wir die Seiten und dann kommt ein Typ auf ihn zu – will ihm in den Rücken schießen – also erschieße ich ihn“, verriet sie jetzt in der ‚The Drew Barrymore Show‘. Allerdings schien ihr Kollege das Drehbuch zuvor nicht gründlich gelesen zu haben, denn am Set wurde er von dieser Regieanweisung überrascht. „Irgendwie hat er das Drehbuch wohl nicht gelesen und in dem Moment gemerkt: ‚Warte, warte, warte. Sie kann mich nicht retten. Nein, nein. Sie kann mich nicht retten.'“ Der Schauspieler, den Olivia nicht namentlich nannte, stoppte die Produktion und wurde sogar „konfrontativ gegenüber dem Regisseur“. Sie fügte hinzu: „Da war keinerlei Unsicherheit dabei, laut zu sein und dass alle es hören: ‚Sie kann mich nicht retten! Das machen wir nicht!'“

Olivia verriet, dass die Diskussion fast eine Stunde dauerte, bevor sie diejenige war, die eine Lösung fand. Sie sagte: „Nach etwa 45 Minuten Stillstand sagte ich: ‚Okay, wie wäre es, wenn meine Figur dich nicht rettet, sondern wir einfach wechseln, weil es Zeit ist zu wechseln, und das ist dann mein Gegner?‘ Und er war so: ‚Okay.'“ Doch wie der ‚X-Men: Apocalypse‘-Star erklärte, hatte sie ihren Kollegen überzeugt, ohne die Szene tatsächlich zu verändern. Sie fügte hinzu: „Das Interessante ist: Nichts hat sich geändert. Es war nur das, was er dachte. Ich habe exakt dasselbe gemacht.“

Olivia sprach außerdem darüber, was sie aus einer Erfahrung mit einem Regisseur gelernt habe, der ihr schlechte Anweisungen gab und versuchte, ihr eine andere Rolle zu verwehren. Sie sagte dem ‚The Hollywood Reporter‘: „Ich habe erkannt, dass ich mit solchen Situationen so umgehen werde, dass das beste Ergebnis für mich herauskommt. Früher habe ich andere Schauspieler gesehen und gedacht: ‚Warum nimmst du den Hinweis nicht an? Ich kann nicht glauben, dass du so trotzig bist.'“ Dann aber habe sie verstanden, dass es ein Weg ist, die eigene Kunst und eigene Entscheidungen für eine Figur zu schützen: „Ich hoffe, ich habe mehr Schauspielerinnen geholfen, das zu lernen.“