04.04.2020 21:35 Uhr

Top 16: Das sind alle DSDS-Gewinner und Juroren 2003 – 2019

Daniel Schuhmann, Beatrice Egli un Luca Hänni. Fotos: imago images / STAR-MEDIA; Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius; Star Press/ CINNEMON RED

‚Deutschland sucht den Superstar‘ wird diesen Samstag seinen 17. Gewinner verkünden. Unglaublich, dass die Show schon seit 2003 über die Fernsehbildschirme der Nation flimmert und wenigstens einige musikalische Talente hervorbrachte. Die meisten sind jedoch in der Versenkung verschwunden.

Von den 12 Männern und (nur) vier Frauen schafften es nur eine Handvoll, in unseren Köpfen zu bleiben. Die Zeitreise kann beginnen! Hier die Gewinner und ihre Chartplatzierungen.

2003: Alexander Klaws – „Take Me Tonight“ – Platz 1

Der erste Gewinner von DSDS setzte sich gegen Daniel Küblböck und Juliette Schoppmann durch, die in der 17. Staffel als Vocalcoach mit von der Partie war. Klaws stieg mit „Take Me Tonight“ in die Charts ein und schaffte es über die Jahre hinweg immer wieder Platten zu veröffentlichen und sich mit Musical-Rollen, wie z. B. als Tarzan, in den Köpfen einzuprägen. In der Jury im Jahr 2003 saßen Dieter Bohlen, Thomas Bug, Shona Fraser und Thomas M. Stein.

2004: Elli Erl – „This Is My Life“ – Platz 3

Die Jury in der zweiten Staffel blieb gleich. Von Erfolg war diese Staffel nicht gekrönt. Lediglich die Siegerin, Elli Erl, veröffentlichte in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausstrahlung der zweiten Staffel drei Singles und ein Album, welche mit Ausnahme des Siegertitels „This Is My Life“(Platz drei), nicht in die Top 30 kamen.

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2006: Tobias Regner – „I Still Burn“ – Platz 1

Neben Dieter Bohlen nahmen Sylvia Kollek und Heinz Henn hinterm Jurypult Platz. Tobias Regner konnten sich als Superstar der 3. Staffel behaupten und stieg mit seinem Siegersong „I Still Burn“ auf Platz 1 der deutschen Singlecharts auf. Leider lief es in den folgenden Jahren nicht ganz so erfolgreich und er verschwand von der Bildfläche.

2007: Mark Medlock – „Now Or Never“ – Platz 1

Die Jury blieb weitestgehend gleich. Bohlen, Heinz Henn und Anja Lukaseder bewerteten die Kandidaten. Mark Medlock startete eine vielversprechende Karriere mit den Hits „Now Or Never“, „Summer Love“ und „You Can Get It“. 2011 trennten sich Bohlen und Medlock, da er sich musikalisch weiterentwickeln wollte. Seine erste Single „The Other Side of Broken“ erreichte aber nur Platz 55 der deutschen Charts. Zwei Jahre später hielt er dann sein letztes Konzert und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Im März 2020 verkündete der auf Sylt lebende Mark, dass er nun wieder da sei und durchstarten wolle.

2008: Thomas Godoj – „Love Is You“ – Platz 1

Sowohl mit „Love is You“, als auch mit seinem Debütalbum „Plan A!“ landete Thomas Godoj auf Platz 1. Kurze Zeit später trennte er sich von seinem Manager und agierte auf eigene Faust. Seine sechs weiteren Alben wurden per Crowdfunding ermöglicht. Sein letztes Album „13 Pfeile“ erschien 2018 und erreichte Platz 27 der Charts.

2009: Daniel Schumacher – „Anything But Love“ – Platz 1

Volker Neumüller, Nina Eichinger und natürlich Dieter Bohlen gaben 2009 dem damals 22-jährigen Daniel Schuhmacher die Chance sich als Superstar beweisen zu können.  Sein Debütalbum „The Album“ belegte Platz 1, genauso wie die Single. Aus Zeitmangel trennte sich aber Bohlen noch im selben Jahr von Schuhmacher. Die drei folgenden Alben erreichten leider keine nennenswerten Platzierungen in den Charts. Ebenfalls in der Staffel war Annemarie Eilfeld, die heute noch als Sängerin tätig ist und den dritte Platz belegte.

2010: Mehrzad Marashi – „Don’t Believe“ – Platz 1

Auch wie im Vorjahr wurde die Jury mit Dieter, Nina und Volker besetzt. Mehrzad Marashis erste Single hielt sich länger auf Platz 1 (17 Wochen) als jeder andere DSDS-Künstler vor ihm. Sein Album „New Life“ erreichte immerhin Platz 5. Die Single „Sweat (A La La La La Long)“ , dier er mit Mark Medlock zusammen aufnahm blieb 12 Wochen lang auf Platz 2. Ein Jahr später wurde bekannt, dass sich der Poptitan und der Iraner musikalisch getrennt hatten. Seit 2016 betreibt er ein Hamburger Tonstudio.

2011: Pietro Lombardi – „Call My Name“ – Platz 1

Pietro Lombardi ist wohl der erfolgreichste DSDS-Gewinner, denn Patrick Nuo, Fernanda Brandao und Dieter Bohlen verhalfen dem Jungen aus Karlsruhe zum Ruhm. Seine Beziehung mit der Zweitplatzierten Sarah Engels wurde in den Medien immer wieder unter die Lupe gennommen. Sowohl sein Debütalbum „Jackpot“ als auch „Pietro Style wurden vom Ex-Modern Talking-Mitglied Bohlen produziert. Neben Auftritten in mehreren TV-Sendungen mit Sarah oder ohne, sitzt er seit 2019 mit seinem Mentor Dieter in der DSDS Jury.

2012: Luca Hänni – „Don’t Think About Me“ – Platz 1

Dieter Bohlen zog sich für die 9. Staffel Natalie Horler (Cascada) und Bruce Darnell an Land. Luca Hänni war der erste Nichtdeutsche Gewinner und auch der erste Schweizer seit 52 Jahren, der den 1 Platz der Singlecharts erreichte. Über die Jahre fand er als Synchronsprecher, Model und natürlich Sänger Aufträge und ist vor allem in der Schweiz noch sehr beliebt. Für sein Heimatland holte Luca auch den vierten Platz beim ESC 2019 mit „She Got Me“.

2013: Beatrice Egli – „Mein Herz“ – Platz 1

In der 10. Staffel wählten Bohlen, „Culcha Candela“-Sänger Mateo und Bill und Tom Kaulitz Beatric Egli eine Runde weiter, die später als zweite (!) Frau DSDS gewann. Mit ihr war ein ganz großer Schlagerstar geboren. Seit ihrem Sieg veröffentlichte sie sieben Studioalben, die für DSDS-Kandidaten relativ gute Chartplatzierungen fanden. Drei davon hielten sich mehrere Monate auf Platz zwei. In ihrer Heimat, der Schweiz ist sie die Charttopperin mit fünf Nummer-1-Alben. Ihre „Bei-mir-zuhaus-Tour-2020“, die sie im Februar ankündigte, wurde wegen des Coronavirus abgesagt.

2014: Aneta Sablik – „The One“ – Platz 1

In der 11. Staffel saßen neben Bohlen noch Kay One, Marianne Rosenberg und Mieze Katz in der Jury. Ihr Debütalbum, das ebenfalls „The One“ heißt, erschien am 23. Mai 2014. Es erreichte Platz 11 in den deutschen Albumcharts und Platz 14 in Österreich. Für ihre „Just Me“-Tour in Deutschland wurden zuerst acht, dann 18 der insgesamt 20 angesetzten Konzerte abgesagt, unter anderem ihr geplantes Eröffnungskonzert. Es wurde gemunkelt, dass einfach nicht genügend Tickets verkauft wurden. Anfang 2017 erschien ihre Single „Ulala“. Mit dem Lied bewarb sich Sablik bei der polnischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2017 und belegte den vorletzten Platz.

2015: Severino Seeger „Hero Of My Heart“ – Platz 10

Heino, DJ Antoine und Mandy Capristo waren in der 12. Staffel als Juroren neben dem üblichen verdächtigen Oberjuror zu sehen. Doch auch in dieser Staffel schaffte es der Sieger nicht durchzustarten. Nach drei Wochen auf Platz 10. Die bis dahin schlechteste Platzierung eines DSDS-Siegersongs. Wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs wurde Severino 2015 verurteilt und jegliche Zusammenarbeit mit RTL wurde aufgekündigt. Seine im Juli 2015 anstehende Tour wurde bis aus einen Termin abgesagt.

Seitdem setzt er sich aber tapfer für die Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen ein.

2016: Prince Damien – „Glücksmoment“ – Platz 1

Prince Damien Ritzinger wurde von Vanessa Mai, Michelle und H.P. Baxxter eine Runde weiter gelassen und konnte  die 13. Staffel für sich entscheiden. Seine Siegersingle „Glücksmoment“ blieb sechs Wochen auf Platz 1 in Deutschland. Prince Damien ist bis heute einer der erfolgreicheren Teilnehmer und gewann zuletzt die Dschungelkrone 2020, spendete einen Teil seines Erlöses für die Bekämpfung der verheerenden Buschbrände in Australien.

2017: Alphonso Williams – „What Becomes Of the Broken Hearted“ – Platz 21

Für Vanessa Mai kam in der 14. Staffel Shirin David in der Jury hinzu. Durch eine Wildcard wurde der zuvor ausgeschiedene Alphonso Williams wieder zurückgeholt und gewann letztendlich die Staffel mit dem Siegersong „What Becomes of The Broken hearted“, eine Coverversion von Jimmy Ruffin. Im März 2018 veröffentlichte Williams sein erstes eigenes Lied „Everything Changes“. Noch im selben Jahr nahm Williams an der sechsten Staffel von Promi Big Brother teil und belegte den dritten Platz. Am 12. Oktober 2019 verstarb der 57-Jährige jedoch an Folgen einer Prostatakrebs-Erkrankung.

2018: Marie Wegener – „Königlich“ – Platz 3

Und die Jury änderte sich bis auf Bohlen schon wieder komplett. Carolin Niemczyk von der Band Glasperlenspiel, Mousse T. und Ella Endlich saßen in der 15. Staffel auf den Jury-Stühlen. Die 16-jährige Marie Wegener ist bis heute die jüngste Teilnehmerin, die Superstar wurde. Ihre Single „Königlich“ und das gleichnamige Album schafften es immerhin in die Top 10. Im September 2019 kam ihr zweites Album „Coundtdown“ auf den Markt, das hierzulande nur Platz Nummer 20 erreichte.

2019: Davin Herbrüggen – „The River“ – Platz 34

Der Gewinner der 16. Staffel stellte einen neuen Rekord auf. Der von Xavier Naidoo, Oana Nechiti und Pietro Lombardi weitergewählte Davin Herbrüggen schaffte es mit seinem Gewinnerlied nur auf Platz 34 der deutschen Singlecharts. Die bislang schlechteste Plsatzietung eines Gewinnersongs ever. Seitdem hat er keine Erfolge zu verzeichnen.

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