Bataclan, Love Parade, Astroworld: Die schlimmsten Konzert- und Festivaltragödien

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 09.11.2021, 20:30 Uhr

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Anlässlich der Katastrophe auf dem Astroworld-Festival in Texas werfen wir einen Blick auf sechs Konzert-Katastrophen, die uns heute noch schockieren.

Dieser Vorfall schockierte die ganze Welt: Am 5. November 2021 kamen beim Astroworld-Festival in Houston im US-Bundesstaat Texas acht Menschen ums Leben, hunderte weitere wurden verletzt. Der Grund: Bei einem Konzert des Rappers Travis Scott  (30)war eine Massenpanik in den vorderen Reihen ausgebrochen. Es war leider nicht das erste Mal in der Geschichte der Popmusik, dass bei Festivals und Konzerten Menschen starben. Wir werfen einen Blick auf einige der schockierendsten Konzerttragödien.

Die Toten Hosen — Düsseldorf, 1997

Es sollte ein eigentlich ein Freudenfest werden, als die Toten Hosen am 28. Juni 1997 im Düsseldorfer Rheinstadion ihr 1000. Konzert begehen wollen. Es wurde aber der dunkelste Tag ihrer Bandgeschichte: Im Gedränge vor der Bühne starb ein 16-Jähriges Mädchen. Um die Lage nicht eskalieren zu lassen, spielte die Band weiter – versuchte jedoch, mit langsameren Liedern die Situation zu beruhigen. Für die Band war das eine Zerreissprobe.e

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Roskilde Festival — Roskilde, 2000

Roskilde zählt zu den beliebtesten Musikfestivals in Europa. Das Jahr 2000 bleibt leider in düsterer Erinnerung: Damals kam es bei einem Konzert der Grunge-Ikonen Pearl Jam zu einem schrecklichen Vorfall. Im Zuschauerraum wurde alles immer enger und gedrängter. Mehrere Leute fielen um und konnten nicht mehr aufstehen. Die Security und die Band bemerkten dies zu spät.

Als Pearl-Jam-Frontmann Eddie Vedder (56) die Lage erkannte, unterbrach er und bat sein Publikum um Besonnenheit. Leider konnte die Tragödie nicht mehr verhindert werden: Neun Personen erstickten in der Menge. Das Festival ging am Folgetag dennoch weiter.

Die Roskilde-Crew trauerte 2000 um die Opfer.

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Loveparade — 2010, Duisburg

Love and Unity: Dafür war die Loveparade bekannt – ein Technofest, bei dem Menschen ausgelassen miteinander feiern und durch die Straßen ziehen. Das sollte sich 2010 schlagartig ändern. Es brach eine Massenpanik aus, 21 Menschen starben, mindestens 652 wurden teils schwer verletzt. Aufgrund von diesem Erlebnis ausgelöster Traumata sollen sich außerdem mehrere Menschen das Leben genommen haben.

Zwar wurde das Verfahren gegen die Veranstalter eingestellt — eine weitere Loveparade sollte es aber nicht mehr geben.

In diesem Tunnel kamen 2010 mehrere Menschen ums Leben.

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Jason Aldean — Las Vegas, 2017

Der US-amerikanische Country-Star Jason Aldean (44) spielte am 1. Oktober 2017 eine Show auf einem Festival, als ein Amokläufer vom 32. Stock eines Hotels ein Feuer eröffnete. Der Schütze tötete 59 Menschen, 500 wurden verletzt.

Jason Aldean bei seinem Konzert in Las Vegas 2017.

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Eagles of Death Metal — Paris, 2015

Es war die denkbar grausamste Tragödie: Am 13. November 2015 stürmten islamistische Terroristen ein Konzert der Gruppe Eagles Of Death Metal im Pariser Bataclan — und richteten Konzertgänger auf grausamste Art und Weise hin. Sie schossen mit Kalaschnikows und warfen Handgranaten in die Menge. Der Terroranschlag setzte sich auch auf umliegenden Straßen fort. Im Bataclan starben 89 Menschen, 39 kamen außerhalb der Venue ums Leben.

Ein Schild kündigte den Auftritt der Eagles Of Death Metal im Bataclan an.

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Ariana Grande — Manchester, 2018

Am 22. Mai 2021 kam es nach einem Konzert von Ariana Grande (28) in Manchester erneut zu einem Terroranschlag, zu dem sich der „Islamische Staat“ bekannte. Ein Mann hatte sich im Foyer in die Luft gesprengt. Dabei starben 23 Menschen, 116 wurden verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht. (Redaktion KuT)