Diese 5 Promis haben schon für Diktatoren gespielt

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 12.01.2022, 21:45 Uhr

IMAGO / United Archives International / Parkwood Entertainment

Von Beyoncé bis Sting: Diese fünf Superstars ließen sich für viel Geld von Diktatoren vor den Entertainmentkarren spannen.

Gerade steht Kanye West (43) wegen einem geplanten Besuch beim russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreuzfeuer der Kritik. Dabei haben sich andere Promis sogar noch viel heftiger politisieren lassen — und sind für viel Geld bei Diktatoren aufgetreten. Wir werfen einen Blick auf die wenig rühmlichen Auftritte von Superstars.

Sting

Musiklegende Sting (70) gibt sich gerne sozialkritisch — dass er sich 2008 von der Tochter des damaligen usbekischen Machthabers Islam Karimov (1938-2016) — Gulnara Karimova (49) — engagieren ließ, nehmen ihm heute noch viele übel. Karimov ist für den immens brutalen Umgang mit seinen Gegnern (sprich: deren grausame Tötung) bekannt. Dass Sting damals argumentierte, durch Boykott würden solche Länder nur noch isolierter werden, wurde vom britischen Botschafter in Usbekistan mit der Frage quittiert, ob der Musiker völlig den Verstand verloren hätte.

Jennifer Lopez

Auch wenn sie laut eigenen Angaben „Jenny from the block“ ist — 2010 ließ sich Jennifer Lopez (52)  für viel Geld zu einer Show für den turkmenischen Machthabers Gurbanguly Berdimuhamedow (64) engagieren. J-Los Publizist versuchte, etwas zurückzurudern — und erklärte, es habe sich um ein Cooperate Event von China National Petroleum gehandelt, das nur zufällig auf den Geburtstag des Präsidenten gefallen sei. Außerdem wäre die Künstlerin nie gekommen, hätte „wenn es Kenntnisse über Menschenrechtsfragen jeglicher Art gegeben hätte“.

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Kanye West will Wladimir Putin besuchen

Beyoncé

US-Superstar Beyoncé Knowles-Carter (40), die das Geld eigentlich ebenso wenig nötig hätte, soll zwischen 2005 und 2009 etwa eine Million Dollar erhalten haben, um auf Parties der Söhne des Diktators Muammar al-Gadhaffi (1942-2011) — Hannibal (46) und Mutassim (1974-2011) – aufgetreten sein. Die Partys sollen in Italien und St. Barths stattgefunden haben — aufgedeckt wurde die Affäre von Wikileaks. Beyoncé selbst erklärte, sie habe das Geld für Erdbebenopfer in Haiti gespendet.

Nelly Furtado

Anscheinend mag der Gadhaffi-Clan nicht nur „Queen Bey“, sondern auch die Musik von Nelly Furtado (43). Die kanadische Sängerin soll 2007 auf einer Party in Italien für die Gadhaffi-Söhne gesungen haben — und argumentierte ebenfalls, das Geld gespendet zu haben.

Justin Bieber

Dass Justin Bieber (27) 2021 auf einem Formel-1-Event in Saudi Arabien auftrat, sorgte nicht nur für einen Skandal, sondern auch für ein Appell von der Witwe des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi (1958-2018). Hatice Cengiz (39) hatte in einem offenen Brief an Bieber in der „Washington Post“ geschrieben: „Singen Sie nicht für die Mörder meines geliebten Jamal. Bitte beziehen Stellung und verurteilt seinen Mörder, Mohammed bin Salman [saudischer Kronprinz, Anm.] . Ihre Stimme wird von Millionen gehört werden“. Justin ließ sich nicht beirren — und trat trotzdem auf.

Dabei lässt sich die Riege der Promis, die schon mal für Diktatoren gespielt haben, sogar noch fortsetzen. Ebenfalls mit dabei: Mariah Carey (52), Usher  (43) und Nicki Minaj (39).