Freddie Mercury wäre 75 geworden: 10 (fast) unbekannte Fakten

Freddie Mercury wäre 75 geworden: 10 (fast) unbekannte Fakten
Freddie Mercury wäre 75 geworden: 10 (fast) unbekannte Fakten

© Universal Music

04.09.2021 17:38 Uhr

Als hätte er es geahnt. Freddie Mercury lebte sein Leben nach dem Motto: Alt werden ist nichts für mich. Genau so sollte es leider kommen. Nach nur 45 Jahren verliert die Musik 1991 einen ihrer ganz großen Zauberer. Am 05. September wäre Farrokh Bulsara aka Freddie Mercury aka Mister Fahrenheit 75 Jahre alt geworden.

Freddie Mercury hat es selbst gesagt: „Ich habe kein Verlangen danach, 70 Jahre alt zu werden. Ich will nicht morbide klingen. Ich habe ein volles Leben gelebt und wenn ich morgen tot bin, ist es mir egal. Ich habe alles getan; das habe ich wirklich.“

Vier Jahre nach dieser Aussage stirbt der Queen Frontmann am 24. November 1991 an den Folgen seiner Aids-Erkrankung im Alter von 45 Jahren.

Freddie Mercury

© Universal Music

2021 jährt sich sein Todestag zum 30. Mal und am 5. September  wäre das musikalische Wunderkind 75 Jahre alt geworden. Viel zu alt, für Freddies Geschmack. Viel zu jung, finden wir. Seine Geschichte fasziniert bis heute Menschen auf der ganzen Welt. Auch wenn sie nur 45 Jahre dauerte, so hat er seinem Motto getreu „alles getan“.

Vieles davon ist bekannt, manches kam erst Jahre später ans Licht. Hier kommen die zehn wichtigsten Fakten und größten Geheimnisse aus dem Leben von Rock-Legende Freddie Mercury.

Who wants to live forever? Freddie Mercury wäre am 5.9. 75 Jahre alt geworden.
Freddie Mercury auf der Bühne in Brüssel am 24. August 1984

IMAGO / Reporters

1. Freddie Mercury wurde auf einer afrikanischen Insel geboren

Die kleine Insel Sansibar liegt vor der afrikanischen Ostküste und gehört heute zu Tansania. Dort wurde Freddie Mercury am 5. September 1946 unter dem Namen Farrokh Bulsara geboren. Mit acht kam er auf eine indische Schule und sah seine Familie nur noch einmal im Jahr. Die Leere füllte er mit Musik und gründete als Teenager seine erste Band: The Hectics. In den 60ern zieht die ganze Familie nach London, wo Freddie Grafikdesign studiert und nebenbei seine Musikkarriere – erst unter dem Namen Larry Lurex, dann Freddie Mercury – vorantreibt. Im April 1970 trifft er Bryan May und Roger Taylor und Queen wird geboren.

2. Freddies Briefmarkensammlung wurde mit der von John Lennons ausgestellt

Im Alter von 9 bis 12 Jahren sammelte Freddie Mercury Briefmarken – vor allem aus seiner Heimat Sansibar. Seine Sammlung befindet sich seit 1993 im Besitz des Londoner Postmuseums und wurde 2016 zusammen mit der Briefmarkensammlung von John Lennon ausgestellt.

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3. Freddie hatte vier Zähne zu viel

Vier extra Backenzähne drückten Freddies Schneidezähne nach vorne und sorgten so für den charakteristischen Überbiss. Er ließ sich die Zähne nie richten, obwohl sie ihm ab und zu Probleme bereiteten – zum großen Glück der Sex Pistols. Diese feierten nach ihrem  Auftritt in der Today-Show 1976 ihren Durchbruch, nachdem Queen den Spot absagen musste, weil Freddie starke Zahnschmerzen bekam und einen Notfallbesuch beim Zahnarzt einschieben musste.

Who wants to live forever? Freddie Mercury wäre am 5.9. 75 Jahre alt geworden.
Freddy Mercurys Überbiss wurde zu seinem Markenzeichen.

shutterstock / spatuletail

4. Freddie Mercury schlief auf einem Klavier

Bevor Freddie berühmt wurde, benutzte er ein Klavier als Kopfteil seines Bettes und spielte es rückwärts, wenn er inspiriert war. „Er konnte seine Hände komplett zurückbiegen, und ich denke, dass einige der Passagen aus dem Song ‚Bohemian Rhapsody‘ dort ihren Ursprung haben“, erklärte Mercurys ehemaliger Manager John Reid einmal. Heute wird der gleichnamige Film und sein Hauptdarsteller Rami Malek von Fans auf der ganzen Welt gefeiert. Gerüchte besagen, Freddie hätte allerdings nicht nur nachts und im Bett komponiert, sondern in allerlei fragwürdigen Situationen. Den Song „Crazy Little Thing Called Love“ soll er zum Beispiel in der Badewanne geschrieben haben, nachdem ihm ein Klavier gebracht worden war.

5. Der legendäre „Mic-Stick“ entstand zufällig

Als sich das Mikrofon während einer Show vom Ständer löste, performte Freddie weiter als sei nichts geschehen. Angeblich war von dem neuen Setup so begeistert, dass er es ab sofort zum festen Bestandteil auf der Bühne machte: der legendäre „Mic-Stick“ war geboren.

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6. Freddie Mercury hat das Band-Logo von Queen entworfen

Als gelernter Grafikdesigner konnte Mercury nicht nur Musik machen, sondern auch zeichnen und entwarf das Logo für Queen selbst. Es besteht aus den Sternzeichen der gesamten Band: zwei Löwen für John Deacon und Roger Taylor, ein Krebs für Brian May und zwei Feen, die Freddies Sternzeichen darstellen sollen: eine Jungfrau. Das „Q“ und die Krone stehen für Queen; der Phönix schwebt als schützendes Element über allem.

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7. Seine Frauen: Von Skandalnudel Barbara Valentin bis zur Verlobten Mary Austin

Im Leben von Freddie Mercury gab es viele Frauen, zwei bleiben besonders im Gedächtnis. Die erste vor allem in dem, der deutschen und österreichischen TV-Fans: die sexy Schauspielerin Ursula Ledersteger – besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Barbara Valentin. Weniger bekannt durch ihre zweifelhaften Rollen in billigen deutschen Krimis als durch ihre Freundschaft und Wohngemeinschaft mit Freddie Mercury und später ihre Ehe mit Regisseur Helmut Dietl.

Für Freddie war die Engländerin Mary Austin von größerer Bedeutung. Sie lernten sich 1969 kennen und wollten heiraten, Mary beendete die Beziehung jedoch bevor es dazu kam. Freddies andauernde homosexuelle Affären wurden ihr zu viel. Unter seinem Tod litt sie noch Jahre später: „Ich habe wirklich meine Familie verloren, als Freddie starb. Er war alles für mich, abgesehen von meinen Söhnen“, sagte Austin.

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Mit der blonden Sexbombe Barbara Valentin lebte Mercury zusammen in München

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8. Freunde gingen Freddie über alles

Peter Freestone, der persönliche Assistent des Queen-Sängers und einer seiner wichtigsten Freunde, erzählte in einem Interview mit dem britischen „Express“: „Seine Freunde waren für ihn immer das Wichtigste.“ Aber an dem Gerücht, dass Mercury mit Lady Diana in einer Schwulenbar abgehangen habe, sei nichts dran. Diese Art der öffentlichen Aufmerksamkeit wollte der an sich schüchterne Sänger nicht. „Während ‚Live Aid‘ sieht man Brian May und Roger Taylor in der königlichen Loge. Freddie ging allerdings nicht hin. Er war mehr daran interessiert, mit Freunden hinter der Bühne abzuhängen, mit Elton John zu sprechen. Seine Freunde waren für ihn immer das Wichtigste.“

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9. Michael Jackson und Mercury machten zusammen Musik

Eigentlich ist es keine Überraschung, dass zwei der größten Legenden der Musikgeschichte, die den Höhepunkt ihrer Karriere auch noch mehr oder weniger zeitgleich erreichten, einander kannten. Die Songs, die Michael Jackson und Freddie Mercury zusammen aufgenommen haben, kennen bis heute allerdings die Wenigsten. 2014 wurde „There Must Be More To Life Than This“ auf dem Album „Queen Forever“ veröffentlicht.

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10. „The Show must go on“

„The Show Must Go On“ wurde nur sechs Wochen vor Freddie Mercurys Tod als Single veröffentlicht. Nachdem Gitarrist Brian May den Song geschrieben hatte, befürchtete er, dass Mercury zu krank sein würde, um den Gesang im Studio aufzunehmen. Als der Tag kam, stürzte der zu dem Zeitpunkt bereits todkranke Mercury einen Wodka Shot hinunter, sagte „I’ll fucking do it, darling“ und schmetterte den Song in einem einzigen Take ins Mikrofon. Bis heute ist der Auftritt von Queen beim Live-Aid Konzert in London 1985 mit über 100 Millionen Klicks eines der meistgeklickten Live-Auftritte auf Youtube und Mercurys mega Hit. (JH)

TV-Programm Tipp: „Queen Forever – Die Freddie Mercury Story“.

Die vierstündige Dokumentation am 5. September bei VOX zeigt aufbereitetes Videomaterial aus insgesamt über 700 Live-Auftritten, 58 Musikvideos und jeder Menge Interviews. Das Leben Freddie Mercurys als Künstler und Privatperson, aber auch die Erfolgsgeschichte der Band Queen.