Harald Glööckler: Tapeten und Teleshopping – So hat Prinz Pompöös sein Vermögen gemacht

Redaktion KuTRedaktion KuT | 22.12.2021, 09:15 Uhr
So kam Harald Glööckler zu seinem Vermögen
So kam Harald Glööckler zu seinem Vermögen

IMAGO / Eventpress

Wenn Harald Glööckler einen seltenen Einblick in sein Leben und sein „Chateau Pompöös“ in Kirchheim gewährt, dann wird schon deutlich: Der Mann hat Vermögen. Inmitten seiner Luxuswelt blinken Gold und Edelsteine und er macht auch keinen Hehl daraus, dass Geld für ihn ein wichtiger Teil des Lebens ist.

Was dabei besonders sympathisch erscheint: Harald Glööckler (56) ist nicht in diese Welt hineingeboren, sondern hat sich sein Geld selbst erarbeitet.

Das Vermögen des Modedesigners: So reich ist Harald Glööckler

Harald Glööckler ist ein wahrer Tausendsassa. Sein beachtliches Vermögen hat er allerdings nicht allein mit klassischen Unternehmungen gemacht. Als TV-Persönlichkeit verdient Glööckler auch mit den Fernsehauftritten. So wird sich auch seine Teilnahme am „Dschungelcamp“ 2022 sicher auszahlen – warum sonst sollte der luxusverwöhnte Design-Zar sonst die ekelhafte und unangenehme Herausforderung annehmen?

Hart im Nehmen ist er jedenfalls: Harald Glööckler wuchs als Harald Glöckler in einer bürgerlichen Familie auf, hinter deren Fassade es gehörig bröckelte. Die Eltern führten ein Gasthaus, bis der alkoholkranke Vater die Mutter nach Glööcklers Angaben während eines Streites die Treppe so schwer verletzte, dass sie an ihren Verletzungen starb. Nach diesen traumatischen Erfahrungen entschloss sich Harald Glööckler dazu, sich eine eigene Welt zu schaffen und diese führte ihn in die Mode.

Harald Glööcker geht ins Dschungelcamp. Was er dort will, verrät er HIER im Interview.

Seine Karriere begann bodenständig im Kaufhaus

Harald Glööckler ist nicht einfach so in die Modewelt eingefallen, sondern hat sich schrittweise hochgearbeitet. Nach einer Lehre zum Einzelhandelskaufmann im Modekaufhaus Sämann arbeitete er als Verkäufer in der dortigen Herrenabteilung. Zur selben Zeit traf er den Herrenausstatter Dieter Schroth (72), mit dem er 1987 gemeinsam ein eigenes Modegeschäft in Stuttgart eröffnete.

Zum damaligen Zeitpunkt sah Harald Glööckler noch vergleichsweise unauffällig aus. Zwar zeigte er sich schon in früher Jugend gerne in extravaganten Outfits, aber ohne Make-up, Tattoos und Beauty-Operationen ist er auf alten Bildern kaum wiederzuerkennen. Glööckler macht kein Geheimnis daraus, dass er nicht nur in Sachen Mode und Karriere markante Veränderungen durchlebt hat, sondern auch sein Aussehen diesem Erfolg angepasst habe.

Harald Glööckler und Dieter Schroth sind mittlerweile seit 30 Jahren glücklich verheiratet und leben auf einem imposanten Anwesen in Kirchheim.

Harald Glööckler war nicht immer „Prince Pompöös“ – er begann ganz bodenständig

IMAGO / eventfoto54

So ist sein Modelabel „Pompöös“ entstanden

Im besagten gemeinsamen Modegeschäft „Jeans Garden“ verkaufte Harald Glööckler selbst gestaltete Hosen und Hemden. 1994 präsentierte er diese auch auf einer eigenen Modenschau für Haute-Couture-Kreationen. Bereits vier Jahre zuvor hatte Glööckler seine Marke „Pompöös“ kreiert, deren Markenzeichen ein Kronenmotiv ist.

Durch weitere Modenschauen und seine markanten Auftritte, für die Harald Glööckler sogar mit einem eigenen Musiktitel zum Sänger wurde, weckte er Neugier bei Schauspielerinnen wie Gina Lollobrigida und Sängerinnen wie Grace Bumbry und Chaka Khan, die seine Mode auch vor einem internationalen Publikum trugen. Im Jahr 2000 präsentierte Harald Glööckler seine Kollektionen auf dem „längsten Laufsteg der Welt“ auf dem Berliner Kurfürstendamm – unter anderem mit Brigitte Nielsen als Model.

Harald Glööckler fand schon früh prominente Fürsprecher

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Er verdient geschätzte 1,5 Millionen Euro im Jahr

Harald Glööckler verdient sein Geld nicht nur mit Mode, sondern er verkauft mittlerweile auch Möbel, Tapeten, malt Bilder und lässt sich für TV-Produktionen wie die Personality-Doku auf Vox „Glööckler, Glanz und Gloria“ buchen. Möchte man Harald Glööckler für eine Werbeproduktion gewinnen, dann muss man mindestens 200.000 Euro hinblättern. Ein Werbe-Deal kann aber gerne auch mal siebenstellig werden. Die geschätzten Jahreseinkünfte des Designers liegen bei 1,5 Millionen Euro. Sein Gesamtvermögen beläuft sich auf ca. 10 Millionen Euro.

Harald Glööcklers Vermögen ist zweifellos beachtlich und dennoch schafft er es längst nicht unter die Top-Positionen der reichsten Modemacher. Sein Kollege Philipp Plein, der eine ebenso beispiellose Karriere hingelegt hat, bringt es auf ein geschätztes Vermögen von 152 Millionen Euro. Das ist reich, kratzt aber noch immer nicht an den Verdienst des reichsten Mode-Moguls, der wohl Bernard Arnault sein dürfte. Arnault leitet über 70 Luxusmarken, darunter auch Dior und Louis Vuitton. Er hat geschätzte 182 Milliarden US-Dollar auf der Hohen Kante.

Harald Glööckler: Hat er das Zeug zum Dschungelkönig? HIER ist seine Strategie.

Sogar eine „pompööse“ Papierkollektion hat Harald Glööckler in petto

IMAGO / Stephan Wallocha

Harald Glööckler: Seine Karriere beim Teleshopping

Einen Gutteil seines Vermögens verdankt Harald Glööckler seiner Präsenz auf Homeshopping-Kanälen. Seine Karriere als TV-Verkäufer begann 2004 beim Sender HSE24. Er traf durch Zufall den damaligen Geschäftsführer des Senders, der ihm sofort einen eigenen Sendeplatz gab. Bereits in der ersten Sendung konnte Harald Glööckler den geplanten Umsatz nach 20 Minuten erreichen. Bis zum Jahr 2010 vertrieb Harald Glööckler in den Verkaufssendungen seine Mode, später denn auch Möbel und Accessoires.

2011 war dann klar, dass sich Harald Glööckler noch einmal zu Höherem berufen fühlt. Er wechselte zum Teleshopping-Marktführer QVC und verkaufte dort seine Luxus-Kollektion „POMPÖÖS Design by Harald Glöckler“. Der Modedesigner wollte mit seinem QVC-Format Frauen jedes Alters erreichen und zeigen, „dass jede Frau, ganz egal welchen Alters oder welcher Figur, nicht nur schön ist, sondern auch die passende, exklusive Kleidung zum attraktiven Preis bekommen kann!“

Nachdem das Format mehrere Jahre erfolgreich war, beendete Harald Glööckler 2015 seine Teleshopping-Karriere bei QVC. Man wollte ihm die Sendezeit kürzen – für Glööckler besiegelte das den Abschied vom Sender. Nach einer kurzen Unterbrechung stieg Harald Glööckler dann aber wieder in das Teleshopping-Geschäft ein und ließ sich von Channel21 überzeugen, dort regelmäßig live seine Harald Glööckler Mode zu verkaufen.

Harald Glööckler vertreibt seine Kollektionen auf verschiedenen Wegen

IMAGO / APP-Photo

Möbel, Wohn-Accessoires und Tapeten: Glööcklers Glitzer-Imperium

Seine kreativen Talente entlässt Harald Glööckler längst nicht mehr nur in seinen Mode-Kollektionen. Wer möchte, der kann sich komplett mit Ausstattung von Harald Glööckler eindecken – von der Tapete bis zur Badewanne.

So hat er mit dem Label „Pompöös by Casa Padrino“ eine Marke gegründet, unter der er luxuriöse Möbel, Badewannen und Home-Accessoires an diejenigen verkauft, die sich das leisten können. Es gibt Leder-Möbel, Anrichten, Chaiselongues, Kamine und sogar Möbel für Tiere. Die Möbel und Wohnaccessoires verkauft Harald Glööckler in einem eigenen Onlineshop.

Auch Tapeten gestaltet Glööckler – und selbst wenn man noch nie eine Kollektion von Harald Glööckler gesehen hat, dürfte man schon eine Ahnung davon haben, dass es sich nicht um weiße Raufasertapeten handelt. Harald Glööckler beweist mit seinem Œuvre, dass selbst etwas Alltägliches wie eine Tapete zu einem Kunstwerk werden kann.

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Harald Glööcklers Tapeten bestechen durch glitzernde und schillernden Details. Kleine Wohnräume können sich ein paar Bahnen später sprichwörtlich in schillernde Paläste verwandeln. In Vorbereitung auf die Teilnahme an der RTL Dschungel-Show „Ich bin ein Star holt mich hier raus“ hat Harald Glööckler sogar eine thematisch dazu passende „Jungle Collection“ entwickelt, die sich ganz am Thema Dschungel und exotische Natur orientiert.

Außerdem ist Glööckler auch als Maler erfolgreich. 2015 stellte er seine Werke in der Berliner Galerie Mensing aus – und wurde frenetisch umjubelt. Zwischen 2.000 und 50.000 Euro bezahlen Sammler für die pastos-bunten Werke. Die Kasse klingelt also bei Glööckler, und ein Ende ist nicht absehbar.