"Der Ruf des Herzens"Peer Kusmagk und Janni Hönscheid: Ein Leben mit Bulimie und täglichem Alkohol

Peer Kusmagk und seine Frau Janni Hönscheid haben ein Buch geschrieben
Peer Kusmagk und seine Frau Janni Hönscheid haben ein Buch geschrieben

Foto: imago / Tinkeres

Redaktion KuTRedaktion KuT | 26.03.2022, 19:41 Uhr

In ihrem gemeinsamen Buch "Der Ruf deines Herzens - Wie du lernst deinem Gefühl zu vertrauen und dein Leben frei zu gestalten" verarbeiten Peer Kusmagk und Janni Hönscheid auch jede Menge Probleme in ihrem Leben.

Hinter Peer Kusmagk liegen bewegende Jahre. Der Moderator und Schauspieler erlebte so einige Höhen und Tiefen, die er nun in einem Buch mit dem Titel „Der Ruf deines Herzens“ verarbeitet. Einschneidend sind dabei besonders das Kennenlernen von ihm und seiner Frau Janni, die drei gemeinsamen Kinder, seine Geständnisse von Alkoholsucht und verbaler, häuslicher Gewalt und die Auswanderung nach Mallorca.

Inzwischen lebt der 46-Jährige ein Leben voll mit guten Vorsätzen und achtsamen Momenten, hat sich mit Janni und seinen Kindern in einem ländlichen Gebiet auf der Insel Mallorca niedergelassen.

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Alkohol als ständiger Begleiter

So war es nicht immer. Stets begleitet in den schwierigen Jahren hat ihn der Alkohol. Er habe sich ins Leben gestürzt und die Leere mit Arbeit und Alkohol gestopft. „Ich war nicht achtsam, weder für mich noch für meine Gefühle, die mir wichtige Hinweisschilder gewesen wären“, so Peer in seinem Buch, das gemeinsam mit Janni entstand. „Ich überfuhr diese Warnsignale wie rote Ampeln oder betäubte sie. Trank mehr, als mir und meinem Körper guttat. Und bezahlte am Ende einen sehr hohen Preis für die Verwirklichung meines Traums, weil ich nie gelernt hatte, mit negativen Gefühlen umzugehen und sie zuzulassen.“

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Der Alkohol wurde zum ständigen Begleiter im Leben des einstigen Dschungelkönigs. „Irgendwann trank ich dann immer. Egal ob ich glücklich oder traurig, erfüllt oder leer war. Es spielte keine Rolle, welches Gefühl in mir vorherrschte, ich nahm es als Anlass, um zu trinken.“

Heute hat Peer sein Leben radikal umgekrempelt, achtet mehr denn je auf seine Gesundheit und scheint fitter als je zuvor zu sein. Auf Instagram lässt er seine Follower immer wieder daran teilhaben, wie wichtig ein gesunder und sportlicher Lebensstil ist.  „Mich heute fitter und vitaler zu fühlen als je zu-
vor, obwohl gerade mal sechs Jahre seit meinem letzten Tropfen Alkohol vergangen sind, erstaunt mich immer wieder aufs Neue. Ich habe lange gebraucht, um mit dem Trinken aufzuhören – viel länger, als es dauerte, um damit anzufangen.“

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Große Liebe auf Nacktinsel gefunden

Die Liebe zu seiner Familie hilft dem ehemaligen 94, 3 rs2-Radiomoderator umso mehr. Auf Mallorca lebt die Familie nun ein weitaus ruhigeres Leben, die Kindern würden nun „frei und unabhängig durch den Garten laufen können“. Etwas, das man sich vermutlich noch nicht vorstellen konnte, als Peer seine große Liebe, Surferin Janni Hönscheid, bei der TV-Kuppelshow „Adam sucht Eva“ kennenlernte. Im Sommer 2014 nahm der ehemalige GZSZ-Star an dem Format teil.

Zwischen all den Kandidaten und Kandidatinnen sei Peer schnell klar geworden, welche Person ihn wirklich interessierte. Und liest man die Worte des Moderators, dann klingt es schon ganz schön nach Liebe auf den ersten Blick. „Manche wollten sich tatsächlich nur inszenieren, andere, vor allem einige von den Mädels, wirkten ein wenig verzweifelt, weil der Algorithmus von Tinder auch nach beharrlichstem Wischen immer noch nicht den Traumprinzen frei Haus geliefert hatte.

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Doch es gab auch andere. Vor allem eine. Eine Frau, wie ich sie mir schöner nicht hätte träumen können – und mit der ich niemals gerechnet hätte. Ich entschied mich binnen kürzester Zeit für sie und keine andere. Und ließ mich damit hundertproentig auf das Experiment ein.“

Janni Hönscheid hatte Bulimie

Foto: Imago / Eventpress

Essstörung wurde zur Gefahr

Doch auch hinter Janni liegen schwere Jahre. Die heute 31-Jährige modelte in der Vergangenheit, zog sich auch für den Playboy aus. Doch ein Monster, wie die Surferin es treffend beschreibt, habe ihren Körper in dieser Zeit beherrscht – die Bulimie. Immer wieder sei es zum Vorschein gekommen, manchmal ganz plötzlich. „Von einer Sekunde auf die andere drehte sich in meinem Organismus alles nur noch um Essen. Wie fremdgesteuert lief ich in die Küche – und griff zu“ gibt Janni in dem Buch zu. „Es ging mir dabei nie um das, auf das ich am meisten Lust oder gar Appetit hatte. Sondern vielmehr darum, wie ich meinen inneren Hunger stillen konnte. Aber egal, was ich zu mir nahm, nichts konnte mir geben, was ich brauchte.“

Diese Zustände seien, wie bei Peer der Alkohol, ihr täglicher Begleiter gewesen. Die hübsche Dreifach-Mama habe sogar Tricks während der Bulimie entwickelt. „Mit der Zeit gewöhnte ich mir an, ein großes Glas lauwarmes Wasser zu trinken, um das Erbrechen erträglicher zu machen. Ich bekam regelrecht Übung darin, meinen nagenden Hunger zu besänftigen.“