FilmPaul Thomas Anderson äußert sich zur ‚komplizierten‘ Geschichte

Paul Thomas Anderson - Adapted Screenplay Award - 98th Annual Oscars - Getty BangShowbiz
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Paul Thomas Anderson - Adapted Screenplay Award - 98th Annual Oscars - Getty

Bang ShowbizBang Showbiz | 16.03.2026, 11:00 Uhr

Paul Thomas Anderson äußert sich zur 'komplizierten' Geschichte von 'One Battle After Another'.

Paul Thomas Anderson wollte mit ‚One Battle After Another‘ bewusst etwas „Kompliziertes“ schaffen.
Der 55-jährige Regisseur reagierte auf Kritik an der Darstellung schwarzer Frauen und der dazugehörigen Politik im Film, darunter auch an der Figur Perfidia, gespielt von Teyana Taylor. Nachdem der Film am Sonntag (15. März) den Oscar für den besten Film gewonnen hatte, sagte er hinter der Bühne zu Reportern: „Es ist kompliziert. Wir wussten immer, dass wir etwas Kompliziertes machen wollten. Wir wussten, dass wir nichts eindeutig Heroisches erzählen, und wir mussten uns darauf einlassen und auch dazu stehen, dass diese Frau nicht nur unter einer postnatalen Depression leidet, sondern auch unter eigenen Problemen, die sie nie wirklich aufgearbeitet hat.“ Er erklärte, dass Perfidia im Verlauf der Geschichte „zu einer Antiheldin wird“, während gleichzeitig die Handlung für die nächste Generation vorbereitet wird. Er fügte hinzu: „Der eigentliche Punkt ist, die Geschichte von Willa vorzubereiten – der nächsten Generation: Was passiert, wenn deine verletzten Eltern dir eine schwierige Vergangenheit hinterlassen haben? Wie gehst du damit um? Darum geht es in unserer Geschichte – und sie zeigt sich in Chase [der Figur von Infiniti] und ihrer Entwicklung.“

Anderson scherzte, er habe gedacht, „wir sollten eigentlich feiern“, als er im Gewinnerraum mit schwierigen Fragen konfrontiert wurde. Trotzdem beantwortete er sie, darunter auch eine Frage nach der Botschaft des Films für die Gesellschaft. Er sagte: „Unser Film hat offensichtlich einige Parallelen zu dem, was jeden Tag in den Nachrichten passiert, also spiegelt er wider, was in der Welt geschieht. Wohin das alles führt – das weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass unser Film damit endet, dass unsere Heldin Willa aufbricht, um weiter gegen das Böse zu kämpfen. Und wie ich schon in meiner Rede gesagt habe: Vielleicht bringen wir zumindest wieder ein bisschen Anstand und Menschlichkeit in Mode.“