StarsTommy Lee Jones denkt über den Ruhestand nach und hat eine klare Antwort

Tommy Lee Jones at The Lowdown premiere - Getty - October 2026
Tommy Lee Jones denkt über den Ruhestand nach und hat eine klare Antwort.
Tommy Lee Jones denkt offenbar noch lange nicht daran, seine Schauspielkarriere zu beenden.
Der Hollywoodstar, der kürzlich nach drei Jahren erstmals wieder auf einem roten Teppich zu sehen war, hat zwar schon über den Ruhestand nachgedacht. Aufhören möchte er allerdings nicht. In einem Interview mit ‚E! News‘ wurde der 80-Jährige gefragt, ob er sich vorstellen könne, sich aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen. Seine Antwort fiel kurz und eindeutig aus: „Ja, darüber habe ich nachgedacht. Ich werde es aber nicht tun.“
Derzeit steht Jones für die zweite Staffel der FX-Serie ‚The Lowdown‘ vor der Kamera. Darin spielt er den entfremdeten Vater der von Ethan Hawke verkörperten Hauptfigur. Das Projekt habe ihn sofort angesprochen, erklärte der Schauspieler. Die Arbeit am Set sei zudem angenehm gewesen: „Es war ein sehr einladendes Projekt und ein schöner Ort, an dem man gern arbeitet.“ Besonders reizvoll sei für ihn nicht unbedingt eine bestimmte Rolle gewesen, sondern vielmehr die Geschichte selbst. „Ich hätte jede Figur in dieser Welt gern gespielt. Am meisten hat mich einfach das Projekt als Ganzes überzeugt“, sagte Jones.
Mit ‚The Lowdown‘ übernimmt Jones seine erste Serienrolle seit dem Western-Mehrteiler ‚Lonesome Dove‘ aus dem Jahr 1989. Die damalige Produktion und die neue Serie verbindet unter anderem das Thema familiärer Beziehungen. Die komplizierte Verbindung zwischen den Figuren von Jones und Hawke spielt dabei eine zentrale Rolle. Hawke beschrieb das Verhältnis der beiden als von einer langen gemeinsamen Vergangenheit geprägt. „Wir sind einander entfremdet. Es gibt eine lange Geschichte zwischen uns. Darin steckt viel Liebe und viel Gutes, aber auch eine Menge Giftiges und Schwieriges“, erklärte er. Die Serie gebe ihnen die Möglichkeit, sich diesen Konflikten ehrlich zu stellen. Darauf sei er besonders stolz. Jones sieht darin eine der wesentlichen Aufgaben des Dramas. Unter außergewöhnlichen und individuellen Umständen würden Erfahrungen sichtbar, die viele Menschen miteinander teilten. Genau darin liege für ihn die Kraft des Genres.
Abseits der Arbeit erlebt der Schauspieler ein schweres Jahr. Seine Tochter Victoria wurde am Neujahrsmorgen im Alter von 34 Jahren tot aufgefunden. Die Ermittler gingen nicht von einem Fremdverschulden aus. Als Todesursache wurde ein Unfall infolge der toxischen Wirkung von Kokain festgestellt. Die Familie bat nach ihrem Tod um Privatsphäre. „Wir sind dankbar für all die freundlichen Worte, Gedanken und Gebete. Bitte respektieren Sie unsere Privatsphäre in dieser schwierigen Zeit“, hieß es in einer Erklärung.
Victoria stammte aus Jones‘ Ehe mit Kimberlea Cloughley, aus der auch Sohn Austin hervorging. Sie war ebenfalls als Schauspielerin tätig und wirkte unter anderem in ‚Men in Black II‘ sowie in ‚The Three Burials of Melquiades Estrada‘ mit, bei dem ihr Vater Regie führte. In einem Interview mit dem ‚New Yorker‘ erzählte Jones 2006, dass er seine Tochter zunächst sogar aus dem Film entlassen hatte. Sie habe früh am Morgen nicht aufstehen wollen. „Schatz, das ist Arbeit“, habe er ihr gesagt. Als sie trotzdem im Bett blieb, habe er sie gefeuert. Die Produktionsmitarbeiter hätten sie schließlich ohne sein Wissen geweckt und rechtzeitig ans Set gebracht.







