StarsCynthia Erivo findet Interesse an Freundschaft mit Ariana Grande ’seltsam‘

Cynthia Erivo and Ariana Grande at the Wicked For Good premiere in NYC - Avalon - November 2025
Cynthia Erivo findet das Interesse an der Freundschaft mit Ariana Grande 'seltsam'.
Cynthia Erivo hat sich irritiert darüber gezeigt, wie intensiv die Öffentlichkeit ihre Freundschaft mit Ariana Grande verfolgt.
Die beiden Schauspielerinnen standen für die Musicalverfilmungen ‚Wicked‘ (2024) und ‚Wicked: For Good‘ (2025) gemeinsam vor der Kamera. Erivo verkörperte Elphaba, während Grande als Glinda zu sehen war. Vor allem die Pressetour zum zweiten Film sorgte im Internet für zahlreiche Memes. Dabei nahmen Nutzerinnen und Nutzer die enge Verbindung der beiden Kolleginnen aufs Korn und spekulierten über die Intensität ihrer Freundschaft. Im Gespräch mit dem britischen ‚Guardian‘ erklärte Erivo nun, dass sie diese Reaktionen nur schwer nachvollziehen könne. „Es war interessant zu beobachten, wie viele Menschen plötzlich von ihrer Couch aus zu Psychologen wurden“, sagte die 39-Jährige. Sie habe den Eindruck gehabt, dass manche geradezu genervt davon gewesen seien, dass zwei Frauen tatsächlich miteinander befreundet sein könnten. „Warum sind sie befreundet? Warum sind sie miteinander verbunden? Mit ihnen muss doch etwas nicht stimmen“, beschrieb sie die aus ihrer Sicht befremdlichen Reaktionen.
Die Schauspielerin erklärte außerdem, dass sie sich angesichts der zahlreichen Kommentare manchmal eine Art Koordinator gewünscht hätte, der ihr vorgibt, wie viel Emotion sie in der Öffentlichkeit zeigen darf. Denn unabhängig davon, wie sie und Grande sich verhalten hätten, wäre vermutlich Kritik aufgekommen. „Es ist ein zweischneidiges Schwert“, sagte Erivo dem ‚Guardian‘. Hätten die beiden bei ihren gemeinsamen Auftritten keinerlei Gefühle gezeigt, hätten Beobachter sicherlich ebenfalls etwas daran auszusetzen gehabt. Sie hätte sich jemanden gewünscht, der ihr genau erklärt, welches Maß an Emotion angemessen sei und was sie besser nicht zeigen solle.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielten die Schauspielerinnen bei der Premiere von ‚Wicked: For Good‘ in Singapur. Dort stürmte ein australischer Störenfried den roten Teppich und packte Grande am Arm, offenbar um ein gemeinsames Foto mit ihr zu erzwingen. Aufnahmen des Vorfalls zeigten, wie Erivo sich schützend vor ihre Kollegin stellte. Im Nachgang kritisierte die Darstellerin allerdings, wie die Öffentlichkeit ihr Verhalten kommentierte. Sie habe das Gefühl gehabt, dass ihre Menschlichkeit in der Berichterstattung entstellt worden sei. Im Gespräch mit dem ‚Guardian‘ bezeichnete sie die Situation als „erschreckend“. „Ich dachte: Nur weil ich so aussehe, glaubst du, auf diese Weise mit mir über etwas sprechen zu können, das ich aus ganz menschlichen Gründen für jede Freundin getan hätte, und von der ich hoffe, dass sie es auch für mich getan hätte“, erklärte Erivo. Stattdessen sei sie behandelt worden, als müsse sie grundsätzlich die Rolle einer Leibwächterin übernehmen.
Die Schauspielerin kritisierte, dass ein menschlicher Reflex zum Anlass genommen worden sei, eine Person öffentlich auseinanderzunehmen. „Ich finde es verrückt, jemanden dafür derart fertigzumachen, dass er einfach menschlich handelt“, sagte sie. Ihrer Ansicht nach sei die Diskussion um diesen Moment eindeutig zu weit gegangen.







