MusikCyndi Lauper schämte sich für ihren Job im Einzelhandel

Cyndi Lauper - Rock and Roll Hall of Fame 2025 - Faye Sadou/Avalon BangShowbiz
Cyndi Lauper - Rock and Roll Hall of Fame 2025 - Faye Sadou/Avalon BangShowbiz

Cyndi Lauper - Rock and Roll Hall of Fame 2025 - Faye Sadou/Avalon

Bang ShowbizBang Showbiz | 28.10.2026, 11:00 Uhr

Cyndi Lauper schämte sich für ihren Job im Einzelhandel.

Cyndi Lauper hat offenbart, dass sie sich früher für ihre Arbeit im Einzelhandel schämte.
Nachdem ihre erste Band Blue Angel keinen Erfolg mehr hatte, musste sich die Sängerin beruflich neu orientieren. Heute blickt die 73-Jährige mit gemischten Gefühlen, aber auch mit Dankbarkeit auf diese Zeit zurück. Wie sie im Gespräch mit dem Magazin ‚People‘ erzählte, war sie schon während ihrer Zeit bei Blue Angel regelmäßig in dem New Yorker Vintage-Laden Screaming Mimi’s einkaufen gegangen. Die Kleidung dort hatte es ihr besonders angetan. Als die Band schließlich auseinanderfiel, schlug ihr eine Freundin vor, sich in dem Geschäft um eine Stelle zu bemühen. „Ich liebte die Kleidung, den Laden und die Menschen dort“, erinnerte sich Lauper. Die Inhaberin Laura Wills stellte sie schließlich ein. Zunächst sei ihr die Vorstellung, wieder hinter einer Verkaufstheke zu stehen, allerdings nicht leichtgefallen.

Besonders unangenehm wurde es für die Sängerin, wenn sie im Laden auf andere Musiker traf, die sie aus ihrer Zeit als Künstlerin kannte. In solchen Momenten versuchte sie, sich möglichst unauffällig zu verhalten. „Wenn andere Musiker, die ich kannte, hereinkamen, duckte ich mich hinter die Theke oder versteckte mich. Manchmal nahm ich meine Handtasche und tat so, als würde ich selbst einkaufen“, erzählte sie ‚People‘. Sobald die Bekannten wieder verschwunden waren, kehrte sie zu ihrer Arbeit als Verkäuferin zurück.

Dass sie sich mit dieser Situation schwertat, hatte auch mit den Erfahrungen bei Blue Angel zu tun. Die Band war ihre erste Formation, mit der sie Aufnahmen veröffentlichte. Eine frühe Rezension hatte bei ihr große Hoffnungen geweckt. Sie habe geglaubt, dass die Kritiker ihre Stimme schätzten und ihr eine große Karriere bevorstehen könnte. „Ich dachte: Sie haben mich singen gehört und halten mich für eine großartige Sängerin. Oh mein Gott, jetzt geht es los!“, erinnerte sie sich. Dass der Erfolg so schnell wieder ausbleiben könnte, habe sie damals nicht erwartet. Als sie später ihren früheren Kollegen begegnete, sei es deshalb schwierig gewesen, sich mit ihrer neuen Rolle abzufinden. „Wenn man glaubt, etwas Besonderes zu sein, und plötzlich ist man es nicht mehr, ist das hart. Ich war noch jung“, erklärte Lauper.

Trotz der anfänglichen Enttäuschung entschied sich die Musikerin, die Erfahrung nicht als Niederlage zu betrachten. Statt verbittert zurückzublicken, nahm sie die Herausforderung an und blieb offen für neue Möglichkeiten. Bis heute verbindet sie eine enge Beziehung mit Laura Wills. Gemeinsam haben sie an der Auktion ‚Cyndi Lauper: Suitcase of Memories‘ mitgewirkt, bei der Kleidungsstücke und Accessoires aus dem Leben der Sängerin angeboten werden. Für Lauper steht das Projekt auch für ihre Fähigkeit, nach Rückschlägen wieder aufzustehen und weiterzumachen. „Wie oft ist man bereit, wieder aufzustehen, sich den Staub abzuklopfen und weiterzugehen? Ich bin dazu bereit“, sagte sie. Die Auktion gab ihr zudem die Gelegenheit, erneut kreativ mit früheren Weggefährten zusammenzuarbeiten. Damit wurde ausgerechnet jene Zeit, für die sie sich einst geschämt hatte, zu einem wichtigen Teil ihrer persönlichen Geschichte.