21.08.2020 21:44 Uhr

Bill Kaulitz: Warum die Flucht nach Los Angeles sein Leben rettete

Bill Kaulitz wurde als Teenager mit seiner Band Tokio Hotel weltberühmt. Neben den ganzen positiven Seiten des Starlebens, musste der exzentrische Sänger auch die Schattenseiten kennenlernen.

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Vor rund zehn Jahren zog Bill Kaulitz, gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Tom, nach Los Angeles. Für die beiden ein wichtiger Schritt, wie er im Gespräch mit dem Magazin „U Discover“ verrät.

Bill und Tom wollten alles hinschmeißen

Nachdem Bill, Tom, Georg und Gustav als Tokio Hotel zu echten Mega-Stars geworden waren, kamen vor allem die Zwillinge irgendwann an einen Punkt, an dem sie ausgebrannt waren.

Für Bill und Tom stand fest, sie müssen aus Deutschland „flüchten“: „Ich glaube, L.A. hat uns gerettet in vielerlei Hinsicht“, so Bill und ergänzt: „Privat auf jeden Fall, denn wir wussten überhaupt nicht mehr, wie es weitergeht.“

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„Wir waren echt ausgebrannt“

Bill gibt offen zu, dass ihm der Trubel um seine Person, der Ruhm und auch die Band zu viel wurden: „Wir waren echt ausgebrannt und hatten keinen Bock mehr. Wir konnten den Bandnamen nicht mehr hören und uns selber nicht mehr sehen.“

Und weiter: „Tom und ich waren an dem Punkt, an dem wir bereit waren, alles hinzuschmeißen und zu sagen „Wir machen gar keine Musik mehr, wir wollen raus aus der Öffentlichkeit, wir wollen nichts mehr mit dem Musikbusiness zu tun haben“.“

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Flucht nach Los Angeles

Für die beiden stand zu diesem Zeitpunkt fest, sie müssen Deutschland den Rücken kehren, denn in ihrer Heimat werden sie keine Ruhe finden. Für Bill und Tom war es damals unmöglich, einfach auf die Straße zu gehen und alltägliche Dinge zu erledigen, ohne eine Scharr an Fans auf sich aufmerksam zu machen.

„Wir sind dann erstmal ohne Überlegung da hingegangen und als es uns privat wieder besser ging und wir eine Welt entdeckt haben, in der wir wieder frei sein und das Leben für uns entdecken konnten als Erwachsene“, erklärt Bill.

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Sie fanden zur Musik zurück

Auch musikalisch war Flucht nach Los Angeles für die beiden Brüder ein Segen, denn dort entdeckten sie die Liebe für die Musik wieder. Dort sei der „Instinkt und die Lust am Musikmachen“ wieder gewachsen.

„Es hat ja vier Jahre gedauert, bis wir wieder ein Album gemacht haben, aber dieser Urinstinkt kam dann wieder zurück. Unsere ganze Karriere und auch der Weg, wie wir damit umgehen und das verarbeiten, das hat alles eine ganz neue Balance gefunden und ich glaube, das haben wir alles L.A. zu verdanken“, berichtet der heute 30-jährige.

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Er konnte am Leben teilnehmen

Plötzlich konnte Bill ein Leben führen, wie gleichaltrige junge Männer auch: „Ich bin dann zum ersten Mal auf Festivals gegangen, hab mir andere Bands angehört, bin in Nachtclubs gewesen und hab getanzt – also am Leben teilgenommen.“

Und weiter: „Das habe ich vorher nicht. Wir waren in so einer Bubble und so isoliert von der Welt, dass wir auch überhaupt keine Inspiration mehr hatten.“

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(TT)

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