FilmMaggie Gyllenhaal möchte sich auf vielschichtige Frauenfiguren konzentrieren

Maggie Gyllenhaal - February 2026 - Famous - The Bride World Premiere BangShowbiz
Maggie Gyllenhaal - February 2026 - Famous - The Bride World Premiere BangShowbiz

Maggie Gyllenhaal - February 2026 - Famous - The Bride World Premiere

Bang ShowbizBang Showbiz | 05.07.2026, 14:28 Uhr

Maggie Gyllenhaal möchte sich auf vielschichtige Frauenfiguren konzentrieren.

Maggie Gyllenhaal interessiert sich nach eigenen Worten „nicht besonders“ für Filme über „starke Frauenfiguren“.
Die Regisseurin von ‚The Bride‘ möchte vielmehr die vielen Facetten von Frauen und die gesamte Bandbreite ihrer Gefühle erkunden. So sollen weibliche Zuschauerinnen Figuren erleben, mit denen sie sich identifizieren können, denn jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Bei einer Pressekonferenz auf dem Karlovy Vary Film Festival sagte sie laut ‚Variety‘: „Ich interessiere mich eigentlich nicht für sogenannte starke Frauenfiguren. Mich interessiert eine Darstellung von Frauen, die ich als etwas erkenne, das mit meinen eigenen Erfahrungen zu tun hat. Dazu gehören normalerweise Stärke, große Schwäche, eine schöne Verletzlichkeit, Freude, Angst: das gesamte Spektrum menschlicher Gefühle.“

Die Regisseurin glaubt nicht, mit ihrer Arbeit Tabus zu brechen. Sie könne jedoch verstehen, warum dieser Eindruck entstehe, da im Vergleich zu männlichen Regisseuren bislang nur relativ wenige Frauen Filme gemacht hätten. Sie erklärte: „Während des größten Teils der Filmgeschichte wurden Filme von Männern gemacht. Es gibt einige faszinierende Frauenfiguren, die von männlichen Filmemachern geschaffen wurden. Aber wenn man als Regisseur grundsätzlich eine ganz andere Lebenserfahrung hat, sehe ich nicht, wie man wirklich Einblick in die gesamte weibliche Erfahrung haben kann, vor allem in jene Seiten von uns, für die wir uns schämen, die wir verbergen und nicht gerne zeigen.“ Auf die Frage, ob sie bewusst Barrieren abbauen wolle, antwortete sie: „Nein. Ich versuche lediglich, Raum dafür zu schaffen, dass meine eigenen Erfahrungen zum Ausdruck kommen können […]. Es geht mir nicht darum, Tabus zu brechen. Es wirkt nur so, weil so wenige Frauen Filme gemacht haben und deshalb manche Themen als tabu gelten. Tatsächlich wurden sie einfach nie erforscht. Ich hätte allerdings nicht erwartet, dass es die Menschen so wütend macht, wenn man sie behandelt.“

Die 48-Jährige betonte außerdem, dass sie den Ideen ihrer Schauspielerinnen und Schauspieler stets offen gegenüberstehe. Während ihrer eigenen Karriere als Schauspielerin habe sie häufig erlebt, dass Regisseure kein Interesse an ihrer Interpretation einer Rolle oder ihrem künstlerischen Ausdruck gehabt hätten. Sie sagte: „Einer der Gründe, warum ich angefangen habe zu schreiben und Regie zu führen, war, dass viele Regisseure kein Interesse an meiner künstlerischen Arbeit oder meinem Ausdruck hatten, wenn dieser anders aussah als das, was sie sich zu Hause vorgestellt hatten.“