FilmSteven Soderbergh plant den Einsatz von ‚viel KI‘ in neuem Kriegsfilm

Steven Soderbergh - January 2024 - Avalon - Sundance Film Festival BangShowbiz
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Steven Soderbergh - January 2024 - Avalon - Sundance Film Festival

Bang ShowbizBang Showbiz | 09.04.2026, 11:00 Uhr

Der Regisseur macht keinen Hehl daraus, Künstliche Intelligenz für seine Filme zu nutzen.

Steven Soderbergh hat vor, in seinem neuen Film über den Spanisch-Amerikanischen Krieg „viel KI“ einzusetzen.
Der Hollywood-Regisseur verriet, dass er an einem ambitionierten Projekt über den Konflikt von 1898 arbeitet. Für die Hauptrolle hat er bereits den brasilianischen Schauspieler Wagner Moura verpflichtet. Gleichzeitig gestand der Oscar-Preisträger, dass er viel computergestützte Technik nutzen muss, um die Seeschlachten realistisch nachzustellen.

Auf die Frage, wie er die Schiffe rekonstruieren wolle, antwortete er gegenüber dem Magazin ‚Filmmaker‘: „Viel KI.“ Soderbergh fügte hinzu: „Es ist eine wirklich gute Geschichte, und niemand hat sie bisher richtig umgesetzt. Mit jedem Tag wird sie aktueller. Ich muss nur noch die Besetzung vervollständigen.“ Neben Wagner Moura brauche er „noch ein paar weitere Leute“. Außerdem müsse der 63-Jährige ein Studio für das Filmprojekt finden. „Zwei Studios sind interessiert, aber alles hängt davon ab, wie günstig ich es umsetzen kann“, fügte er hinzu.

Soderbergh zeigte sich jedoch überzeugt vom Erfolg des Films. „Wenn ich die richtige Besetzung zusammenbekomme, wird das ein Event, bei dem die Leute das Gefühl haben, ihn sofort im Kino sehen zu müssen, anstatt zwei Monate zu warten, bis er im Streaming erscheint“, verriet er. Es sei eine „seltsame Zeit“, um Filme zu machen.

Im Interview sprach der Regisseur auch über seine kommende Dokumentation über John Lennon und Yoko Ono. Auch dort setzt er KI ein. Er beschrieb die Arbeit als „sehr unterhaltsam“, aber zugleich anspruchsvoll, da sie „eine sehr genaue menschliche Kontrolle“ erfordert. „KI war hilfreich, um thematisch surreale Bilder zu erzeugen, die eher in einem Traumraum als in einer realen Welt existieren“, erläuterte Soderbergh. Das mache viel Spaß, aber man brauche „fast einen Doktortitel in Literatur“, um der KI die richtigen Anweisungen zu geben.