19.11.2020 15:29 Uhr

Was wurde eigentlich aus Rollergirl?

Kurze Outfits, blonde Walla-Walla-Mähne, eingängige Melodien und Rollschuhe: Das waren die Markenzeichen von Rollergirl, die ab Ende der 90er die Charts im Sturm eroberte. Doch was wurde aus ihr?

imago images / Hoffmann

Mit „Dear Jessy“ machte Rollergirl 1999  erstmals von sich Reden. Inspiriert waren Projektname und Konzept durch den 90er Jahre-Film „Boogie Nights„. Darin spielte Heather Graham die Rolle des jungen und etwas naiven Rollergirls Brandy, die als Pornodarstellerin ihr Geld verdient.

Darum gab es zwei Rollergirls

Daraus entstand die Idee mit der Sängerin auf Rollschuhen, die immer ein bisschen sexier als der Rest ist. Eine perfekte Kombination auch für Nicole Safft, die schon in ihrer Kindheit in einem Rollschuhklub war. Sie hatte die passende Optik und auch das Talent, fand Star-Produzent Alex Christensen. Er produzierte mit ihr den Song „Dear Jessy“.

Der Legende nach hatte Safft anfangs aber kein Interesse daran das Gesicht des Projekts zu werden und in den dazugehörigen Videos zu tanzen oder auf der Bühne zu stehen. Deshalb gab es anfangs eine andere Dame namens Julie Pecquet, die erste Auftritte als Rollergirl absolvierte und im ersten „Dear Jessy“-Video ihre Lippen zu Nicoles Gesang bewegte.

Eine wie keine

Allerdings wurde Pecquet noch im selben Jahr von Safft, die sich fortan Nicci Juice nannte, abgelöst. Es folgten mit „Luv U More“ und dem Bangles-Cover „Eternal Flame“ Songs, mit denen sich Rollergirl einen Namen in der damaligen Pop-Welt machen konnte.

Auch wenn die Singles sich über recht großen Airplay bei Sendern wie Viva und Mtv freuen konnten, performten sie verkaufstechnisch nicht so gut, wie „Dear Jessy“. Dennoch war Nicci sehr in den Medien präsent und war ein gern gesehener Gast in TV-Shows wie der Harald Schmidt-Show oder auch Viva Interaktiv. 2000 moderierte sie sogar die recht erfolgreiche Konzertreihe „The Dome„.

„Geisha Dreams“ läutete das Ende ein

2002 veröffentlichte Juice mit „Geisha Dreams“ ihre letzte Single als Rollergirl. Danach wurde es schnell ruhig um die schöne Blondine. Was war passiert? 2003 landete Nicole mit ihrem Produzenten und Partner Alex Christensen privat ihren größten Hit: Sie bekamen einen gemeinsamen Sohn.

Tiger Colin ist mittlerweile 17 Jahre alt und – wie sein Namensgeber Tiger Woods – ein aufstrebender Golfspieler, der seine Eltern extrem stolz macht. Im Interview mit „Firstnews“ sagte Christensen: „Zuhause ist mein Schaffen kein Thema, da bin ich Papa und unterstütze meinen Sohn zu 100 Prozent. Er möchte sich auf Golf konzentrieren und das finden wir mindestens genauso spannend.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Nicci Christensen (@nc_immobilien)

Was macht Rollergirl heute?

Aus Nicci Juice ist in der Zwischenzeit Nicci Christensen geworden. Die mittlerweile 45-Jährige hat dem Showbiz den Rücken gekehrt und verdient ihr Geld nun mit Immobilien. „Jetzt ist mein Sohn groß und als Golfleistungsportler in der Welt unterwegs. Das ermöglichte mir, meine Leidenschaft für Immobilien und deren Gestaltung zum Beruf zu machen.“

Über ihren Werdegang schreibt Nicci auf ihrer Webseite: „Ich absolvierte alle wichtigen Prüfungen und darf mich heute zertifizierte Immobilienmaklerin (DFI) nennen. Dabei verstehe ich mich vor allem als Immobilienberaterin und nicht als Verkäuferin.“ (DA)