Preview: Tobias Moretti und Max von der Groeben im Thriller „Das Haus“

Preview: Tobias Moretti und Max von der Groeben im Thriller "Das Haus"
Preview: Tobias Moretti und Max von der Groeben im Thriller "Das Haus"

©Andreas Schlieter

11.09.2021 21:25 Uhr

"Das Haus" ist ein subtiler und bildgewaltiger Near-Future-Thriller mit Tobias Moretti und Valery Tscheplanowa in den Hauptrollen. Und auch Jungstar Max von der Groeben ist mit dabei. Gedreht wurde  an einem sehr beeindruckenden Motiv in Schweden, in Stavsnäs in der Nähe von Stockholm.

„Das Haus“ regt zum Nachdenken an: dabei werden diverse aktuelle Themen bewusst angeteasert und Handlungsstränge für den Zuschauer offen gelassen. Der Thriller ist auf der einen Seite eine near-future Dystopie, auf der Anderen erzählt der Film von Mut, Hoffnung und schwierigen
Entscheidungen in politisch angespannten Zeiten.

Der Film basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte des preisgekrönten Journalisten Dirk Kurbjuweit („Der Spiegel“), die in einer nahen Zukunft angesiedelt ist.

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Darum geht’s in „Das Haus“

Im Mittelpunkt steht der Journalist Johann (Tobias Moretti), der von der mittlerweile in Deutschland amtierenden rechtspopulistischen
Regierung mit einem Berufsverbot belegt wird und sich zusammen mit seiner Frau Lucia (Valery Tscheplanowa) desillusioniert in ihr luxuriöses und voll vernetztes Wochenendhaus zurückzieht.

Während sich die politischen Verhältnisse im Land aufgrund eines vermeintlich linksterroristischen Anschlages weiter zuspitzen, entwickelt ihr Smarthome mehr und mehr eine eigene Agenda, manipuliert das Ehepaar und spielt es gegeneinander aus, indem es intime Geheimnisse enthüllt.

Als schließlich zwei vom Regime gejagte Terroristen vor der Tür stehen, die Unterschlupf bei Lucia suchen, eskaliert die Lage im Haus vollends, da
Johann klar wird, dass seine Frau Teil des politischen Widerstands ist. Während Johann noch hin- und hergerissen ist zwischen der Liebe zu Lucia und dem Gefühl, von ihr verraten worden zu sein, nimmt schließlich das Haus selbst das Heft des Handelns in die Hand…

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Wenn das Haus die Kontrolle übernimmt

„Drei Rollen tragen diesen Film, sagt Regisseur Rick Ostermann. „Ein Mann, eine Frau und das Haus. Das Haus ist für mich ein eigener, sehr ernstzunehmender Charakter. Es gilt das Haus als Figur zu erzählen und zu behandeln. Der vermeintliche Rückzugsort, das Ferienhaus, ist tatsachlich Beobachter, Machthaber und Kontrolleur. Es nimmt gefangen – zunächst im positiven, dann im erschreckend wortlichen Sinne. Das Haus übernimmt die Kontrolle über die anderen beiden Figuren. Es reduziert die Menschen immer weiter auf sich selbst, bis sie sich schließlich nackt gegenüberstehen als das, was sie im Innersten sind.“

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Kinostart ist am 7. Oktober 2021.

Übrigens: Rick Ostermanns Debütfilm „Wolfskinder“ feierte Premiere beim Filmfestival in Venedig, ebenso wie sein preisgekröntes Drama „Fremder Feind“. Zuletzt machte Ostermann Furore als Regisseur der zweiten Staffel von „Das Boot“.

Max von der Groeben spielt Alexander Roesch

Max von der Groeben, 1992 in Köln geboren, studierte Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in Mu?nchen. Seine Karriere begann 2004 mit seinem ersten Fernsehengagement für die deutsche Comedyserie „Bernds Hexe“. Seitdem war Max von der Groeben immer wieder in Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen. 2012 u.a. in dem Film „Inklusion – gemeinsam anders“, der fu?r den Gu?nther-Strack-Fernsehpreis nominiert war und Max von der Groeben 2013 fu?r den Deutschen Schauspielerpreis.

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Im selbigen Jahr erhielt der Schauspieler den HÖRZU-Nachwuchspreis – Goldene Kamera für seine schauspielerischen Leistungen in den Filmen „Polizeiruf 110 – Eine andere Welt“ und „Inklusion – gemeinsam anders“. Einem breiten Publikum wurde der 29jährige bekannt durch seine Rolle des Daniel Beckers (Danger) in der erfolgreichen „Fack ju Göhte“ – Filmreihe, sowie als „Freddy“ in den Kinofilmen „Bibi und Tina“ von Detlev Buck (2013-2016). Es folgte der Netflix-Thriller „Kidnapping Stella“ mit ihm, Jella Haase und Clemens Schick in den Hauptrollen.

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© IMAGO / Eventpress

Ende 2019 sah man Max von der Groeben in der Romanverfilmung „Das Auerhaus“ von Neele Leana Vollmar. 2020 folgten „Lindenberg! Mach dein Ding“ von Hermine Huntgeburth und die ZDF-Miniserie „Die verlorene Tochter“ von Kai Wessel. Neben der Schauspielerei fungiert Max von der Groeben auch immer wieder als Synchron-, Hörspiel- und Hörbuchsprecher, so etwa für „Der kleine Drache Kokosnuss“ oder Stan Lee’s „Alliances-A trick of light“.

2021 folgen die Kinofilme „Die Schule der magischen Tiere“ und „Hinterland“ von Stefan Ruzowitzky.