Von diesen fünf berühmten Bands werden wir definitiv KEINE Reunion erleben!

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 14.11.2021, 21:30 Uhr

IMAGO / Sven Simon

ABBA haben es soeben bewiesen: Reunions stehen auch 2021 extrem hoch im Kurs. Mittlerweile sind jene Bands, die sich nicht wiedervereinigen fast schon in der Minderheit. Wir werfen einen Blick auf fünf Gruppen, die es aber ziemlich sicher nie wieder geben wird.

Die Welt ist derzeit im Reunion- und Retrofieber. Wir freuen uns über das neue Album von ABBA, feierten ein begeistertes Wiedersehen mit „Wetten, dass..?“ und dass „TV Total“ zurückkam, versüßt unsere Abende ebenfalls.

Derzeit, so scheint es, lautet die Frage viel mehr, wer und was KEINE Reunion plant. Aus diesem Grund werfen wir einen Blick auf ein paar bekannte Acts, von denen wir uns definitiv keine Wiedervereinigung erwarten dürfen.

Dire Straits

Auch wenn vielen jungen Leuten dieser Bandname wohl nicht mehr so geläufig ist: In den 1980er-Jahren waren die Dire Straits eine der größten Bands der Welt. Sie hatten Mega-Hits, gingen auf Stadiontourneen und jeder, aber wirklich JEDER kannte sie. 1995 löste sich die Band auf — und auch wenn viele der Mitglieder wohl allzu gerne eine Reunion feiern würden, am wesentlichen Faktor scheitert es. Gitarrenlegende, Sänger und Songschreiber Mark Knopfler (72) hat einfach keine Lust.

Das Geld hat er nicht nötig, seine Solo-Karriere läuft ausgezeichnet — Knopfler hat einfach Lust auf „kleinere“ Rahmen. Um diesen Begriff zu relativieren: Sein letztes Berlin-Konzert gab Knopfler in der Mercedes-Benz-Arena — „klein“ trifft’s also nicht ganz. Fans müssen nicht verzagen: Songs wie „Romeo & Juliet“, „Telegraph Road“ oder „Brothers In Arms“ klingen auch von Knopflers Soloband ohne die Dire Straits wie sie klingen sollen. Von allen Rockbands wäre eine Reunion der Dire Straits wohl die unwahrscheinlichste.

Oasis

Mitte der 1990er-Jahr war Manchester der Mittelpunkt der Pop- und Rockmusik — und was früher der Wettstreit zwischen den Beatles und den Stones war, war zu dieser Zeit jener zwischen Blur und Oasis. Das Brüderpaar Noel (54) und Liam Gallagher (49) hatte große Hymnen („Don’t Look Back In Anger“, „Wonderwall“, „Champagne Supernova“, versprühten jede Menge Größenwahn und lebten das Rockstar-Image wie wenige andere. So erfolgreich die beiden Geschwister gemeinsamen waren: Sie stritten sich fast andauernd  — und das bis aufs Blut.

Nachdem Liam 2009 aus Wut Noels Gitarre zerstörte (es ist ein bisschen wie im Kindergarten!) wurde es diesem zu bunt: Er löste Oasis auf und startete eine Solo-Karriere. Liam wollte lange Zeit unbedingt eine Reunion und bettelte fast schon darum, Noel wies ihn stets ab. Mittlerweile läuft Liams Solokarriere besser als die von Noel — und Noel verneint nach wie vor jede Chance einer Reunion.

Modern Talking

Einmal kam es bereits zu einer Reunion der legendär-trashigen Band von Dieter Bohlen (67) und Thomas Anders (58). Was in den 1980er-Jahren aber absoluter Kult war, war auch bei seiner Reunion 1998 immer noch ganz erfolgreich — auch wenn die neuen Versionen der alten Klassiker nicht mehr dasselbe waren. 2003 ging’s wieder auseinander. Der Grund: Bohlen hatte Anders beschuldigt, angeblich Geld aus der Bandkasse geklaut zu haben. Anders fand die Unterstellung gar nicht nett, klagte — und gewann.

Freunde sind die beiden heute noch weniger als damals. 2014 hätte das Duo ein Reunionsangebot von 20 Millionen Euro bekommen – Bohlen lehnte ab. Auch hier gilt: Das wird nix mehr!

White Stripes

„Tö-tö-tö-tötötö-tö-tö“: Was als trendy Indie-Band begann, endete bald als Schlachtgesang in Fußballstadien. Mit „Seven Nation Army“ hatten die White Stripes 2003 einen Welthit — die Indie-Rock-Welt liebte sie aber schon davor. Die Band, bestehend aus dem Ex-Ehepaar Jack (46) und Meg (46) White waren ein ungewöhnliches Duo: Schlagzeug, Gitarre, Gesang — kein Bass.

Dazu: rudimentärer Sound, einprägsame Optik, großartige Songs. 2011 gab’s die Auflösung. Jack White ist seitdem längst etablierter Solokünstler, Meg White zog sich völlig zurück. Sogar so sehr, dass nicht mal Jack White von ihr hört. Eine Reunion? Wohl ausgeschlossen — was an der menschenscheuen Meg liegt.

Tic Tac Toe

Zu Zeiten des Fernsehsenders VIVA waren Tic Tac Toe einer der größten Acts Deutschlands. Ricky, Jazzy und Lee landeten mit ihrem deutschsprachigen Pop-Rap etliche Hits und beeinflussten eine ganze Generation an Mädchen. Sie verkauften insgesamt 6 Millionen Tonträger — ehe sie sich 1997 bei einer längst legendären Pressekonferenz so dermaßen zofften, dass die Band auseinanderging.

Eine Reunion ohne Lee (TicTacTwo mit Sara) war 1999 nicht besonders erfolgreich. 2005 versuchte es die gesamte Band nochmal und veröffentlichte das Album „Comeback“. Großer Erfolg war das jedoch keiner — 2007 war’s wieder aus und vorbei. Lee (bürgerlich: Liane Wiegelmann) zog sich völlig aus der Öffentlichkeit zurück und spricht auch mit den anderen Bandmitgliedern nicht mehr — ein Comeback scheint somit völlig aussichtslos.