Die dunkle Seite von Amira Pocher: Schwere Kindheit, Ängste, Flutkatastrophe

Redaktion KuTRedaktion KuT | 27.12.2021, 10:02 Uhr

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Strahlend, mit makellosem Make-up inmitten von Wohlstand und Luxus: So kennt man Amira Pocher. Doch ein Blick zurück in ihre Kindheit zeigt auch Schattenseiten.

Amiras Lächeln und ihre lockere Art lassen nicht vermuten, dass sich ein tragisches Schicksal hinter der schönen Fassade verbirgt – und ihre äußerlichen Attribute verleiten Menschen auch zu oft dazu, sie zu unterschätzen…

Amira Pocher macht auch ohne ihren Olli Karriere

Zunächst war Amira Pocher einfach die hübsche neue Freundin an der Seite des Comedian Oliver Pocher (43), die – wie böse Zungen meinten – einfach etwas von seinem Ruhm und seiner Öffentlichkeit abhaben wollte. Doch weit gefehlt, denn die 29-Jährige avancierte schnell selbst zum Medienprofi.

Nach diversen Auftritten in RTL-Shows wie „Pocher – gefährlich ehrlich!“ oder „Denn sie wissen nicht, was passiert – Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show“ startet Amira Pocher nun ihre eigene TV-Karriere. Während sie vor allem in der Sendung „Pocher – gefährlich ehrlich!“ immer nur der Sidekick ihres Mannes war, darf sie nun als Moderatorin durch ihre erste eigene TV-Show führen.

„Die Superzwillinge“ auf Vox zur Primetime waren zwar nur ein kurzes Intermezzo, aber: Ab Januar 2022 wird Amira Pocher die Show „Prominent“ auf Vox moderieren. Parallel läuft seit Anfang 2021 Amiras erfolgreicher Podcast „Hey Amira!“.


Amira Pocher: Schwere Kindheit hinterlässt Spuren

Beharrlichkeit und Willenskraft zeichnen Amira Pocher aus und ebneten ihr beruflich den Weg. Eigenschaften, die sicher auch mit ihrer problematischen Kindheit zu tun haben.

Amira Pocher (geb. Aly) und ihre Eltern lebten für drei Jahre gemeinsam mit dem älteren Bruder in Klagenfurt am Wörthersee, bevor der Vater zurück nach Ägypten in seine Heimat musste. Unterhalt zahlte er nicht und lange Zeit hatte Amira gar keinen Kontakt zu ihrem Vater. Die Mutter war alleinerziehend und hielt die Familie mit diversen Jobs über Wasser. Sie habe mit der Situation nur schwer umgehen können und sei oft ausgerastet, erinnert sich Amira Pocher später in einem Interview.

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Ohne Eltern im Kriseninterventionszentrum

Nachdem Amiras Vater die Familie verlassen hatte, lernte die Mutter einen neuen Mann kennen. Im gemeinsamen Podcast „Die Pochers hier!“ verriet Amira Details über die dunkle Seite ihrer Kindheit. Sie habe sich mit dem neuen Partner der Mutter nicht verstanden. „Deswegen wurde ich öfter mal rausgeworfen und musste manche Nächte sogar in Jugendnot-Schlafstellen verbringen“, erinnert sich Amira in ihrem Podcast. „Mit 15 bin ich dann ausgezogen und in ein Kriseninterventionszentrum gekommen.“

Auf Oliver Pochers Frage, wie es denn in so einem Zentrum aussehe, antwortete Amira unter Tränen, dass sie dies nicht erzählen wolle.

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Amira Pocher hatte einen schweren Start in Deutschland

Im Alter von 22 Jahren zog Amira von Österreich nach Deutschland. Hier wartete zunächst nicht der große Erfolg. Auch Freunde und Bekannte waren in dieser Zeit rar. Mit Jobs als Model und Make-up Artistin schlug sie sich durch. 2016 lernte sie ihren heutigen Mann und Vater ihrer beiden Söhne Oliver Pocher kennenlernte – ganz und gar nicht altmodisch über Tinder.

Nach der öffentlichen Bekanntgabe der Beziehung wuchs das mediale Interesse an Amira Pocher. Ihren ersten TV-Auftritt hatte Amira bei einem TV-Duell zwischen ihrem Mann und Michael Wendler (49). Nach weiteren Auftritten in diversen Shows startet Amira Pocher nun auch beruflich ohne ihren Mann an der Seite im TV durch. Aber auch hier ist nicht alles Gold was glänzt. Oftmals sieht sie sich Angriffen und Hasskommentaren ausgesetzt, gegen die sie bereits Anzeige erstatten musste. Doch diese Attacken sind nicht das einzige, was ihr Angst macht…

Von Tinder ins Eheglück: Die Liebe von Amira Pocher und ihrem Oliver

Amira Pocher und ihr Oliver lernten sich 2016 über Tinder kennen

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Amira Pocher: Ängste und Panikattacken

In ihren beiden Podcasts „Die Pochers hier“ und „Hey Amira!“ spricht Amira Pocher gewohnt offen über ihre private Beziehung zu Ehemann Oliver, ihre Kinder und ihre Gefühle. Eine ganz intime Seite offenbarte Amira Pocher auch im gemeinsamen Podcast in der Folge „Angst im Tunnel“.

In der Folge gab Amira offen zu, seit Kurzem unter starker Angst und Panikattacken zu leiden. Sehr plastisch schildert sie eine Situation, in der sie in einem Autozug auf dem Weg in die Schweiz gewesen sein. „Es war wie in einer Höhle, und irgendwann gab es auch kein Licht mehr. Es war so schlimm“, erklärt sie offen. „Ich habe gedacht, ich ersticke, ich sterbe jeden Moment, jetzt ist es vorbei.“

Sie ist in Therapie

Während sie ihr Baby gestillt habe, habe sie geweint und sich vergeblich darum bemüht, die Fassung wiederzugewinnen. Mittlerweile seien die Panikattacken so schlimm, dass gemeinsame Reisen kaum noch möglich sind.

Dass sie gegen ihre Angst vorgehen muss, ist ihr rechtzeitig bewusst geworden. So hatte sie bereits im ersten Podcast angekündigt, sich Hilfe zu holen. Mittlerweile hat Amira Pocher tatsächlich eine Therapie begonnen, die sie hoffentlich bald von ihren Ängsten und Panikattacken befreien wird. Sie erklärte in ihrem Podcast, dass sie hochmotiviert sei, sich ihren Ängsten zu stellen, da sie ihren Kindern auch keine Furcht vorleben wollte.

Um ihre Ängste in den Griff zu bekommen, suchte Amira Pocher sich professionelle Hilfe

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Amira Pocher leidet seit der Kindheit unter Kopfschmerzen

Die Ängste und Panikattacken sind nicht das Einzige Problem, unter dem Amira Pocher leidet. Seit ihrer Kindheit verspürt die Frau an der Seite des berühmten Comedian starke Kopfschmerzen. Ob dies am schwierigen Verhältnis zwischen Amira Pocher und ihren Eltern liegt? Als mögliche Ursache gab Amira Pocher stattdessen eine Fehlstellung der Wirbel an.

Seit ihrer Kindheit plagen Amira Pocher Kopfschmerzen

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Die Pochers und die Flutkatastrophe

Die Flutkatastrophe im September 2021 war für viele Menschen desaströs und hat zahlreiche Todesopfer gefordert. Auch das Haus der Pochers stand mitten im Flutgebiet. Lange Zeit teilten sie dieses Erlebnis aber nicht mit der Öffentlichkeit. Sie habe nicht jammern wollen, erklärte Amira Pocher ihren Followern, schließlich hätten viele Menschen durch die Flutkatastrophe ihr Leben verloren. Immerhin haben sie und ihr Mann die nötige finanzielle Grundlage, um das Haus wieder aufzubauen – anders eben als viele andere Betroffene

Zunächst habe das Wasser nur im Keller gestanden, sei dann aber nicht mehr aufzuhalten gewesen. „Ab einem gewissen Zeitpunkt war es nicht mehr möglich, gegen das Wasser anzukämpfen und es strömte bis ins Erdgeschoss“. Das war der Zeitpunkt, an dem Amira Pocher nur noch ihre Kinder und ein paar Sachen genommen habe, um barfuß in ein sicheres Hotelzimmer zu ziehen.

Amira Pocher überglücklich: DIESES Teil hat die Flutkatastrophe überstanden.

Übergangsweise lebt Familie Pocher im Haus ihres Freundes Pietro Lombardi

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Pietro Lombardi hilft in der Not

Weil das gemeinsame Haus noch immer verwüstet ist, sind Amira und Oliver Pocher bei Petro Lombardi untergekommen. In einer Instagram-Story sagte Pietro Lombardi dazu: „Natürlich hätten sie in ein Hotel gehen können. Aber: Wer will denn monatelang im Hotel leben? Das ist eine Qual, die Kinder gehen kaputt. Ich habe ihm also gesagt: Hier ist mein Schlüssel.“

Oliver Pocher zeigte sich in einem Interview sehr dankbar gegenüber seinem Freund und bekräftigte diese Dankbarkeit auch noch einmal in einer emotionalen Ansprache vor einem Konzert des Sängers.