Ohne Verzicht auf SchokoladeSirtfood: Mit dieser Diät hat Adele ihr Wohlfühlgewicht erreicht!

Sirtfood: Mit dieser Diät hat Adele ihr Wohlfühlgewicht erreicht!
Sirtfood: Mit dieser Diät hat Adele ihr Wohlfühlgewicht erreicht!

Foto: IMAGO / PicturePerfect (links), Instagram / @adele (rechts)

Salomé RazaqSalomé Razaq | 23.12.2021, 10:32 Uhr

Nach ihrer Trennung von Ex-Mann Simon Konecki im Jahr 2019 fällt Adele vor allem durch ihre ungewohnt schlanke Silhouette auf. Die sonst eher füllige Sängerin hat stolze 45 Kilo abgenommen.

Doch ihre Abnahme lag keineswegs daran, dass Adele vor lauter Trauer angefangen hat zu hungern, sondern war harte Arbeit. Mit jeder Menge Sport und der sogenannten Sirtfood-Diät konnte Adele ihr Wohlfühlgewicht erreichen.

Sport machte Adele stark – körperlich und mental

In dieser schwierigen Lebensphase musste Adele vor allem eines: Stark sein für sich und ihren Sohn Angelo. Um ihren Ängsten entgegen zu wirken, begann Adele mit Sport. Ihre neu gewonnene Fitness eröffnete der Britin ganz neue Wege, sich auszulasten, wie sie im Interview mit der Vogue verriet: „Ich habe bemerkt, dass wenn ich trainierte, hatte ich keinerlei Ängste und war nicht mehr aufgeregt.“ Dass Adele mit ihrem neuen, heiß geliebten Hobby auch ordentlich abgespeckt hat, war also ursprünglich gar nicht ihre Motivation, um damit zu beginnen.

Doch nicht alleine mit Sport ließ Adele die Kilos purzeln. Zusätzlich hat die „Rolling in the deep“-Interpretin auch ihre Ernährung umgestellt. Dafür vertraute sie auf die sogenannte Sirtfood-Diät und löste damit einen regelrechten Hype um das spezielle Ernährungskonzept aus. Dabei werden Mahlzeiten rund um sirtuinhaltige und proteinreiche Lebensmittel aufgebaut.. Nach etlichen erfolglosen Diäten, hat Adele damit die für sie passende Ernährung zu finden, um ihr Wunschgewicht zu erreichen – und ohne den berühmt berüchtigten Jojo-Effekt zu halten. Auf Genussmittel wie Schokolade und Wein musste sie dafür übrigens keineswegs verzichten!

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Sirtuine: Der Schlüssel der gehypten Diätform

Situine sind ein körpereigene Enzyme, die unter anderem Einfluss auf den Stoffwechsel, Entzündungsprozesse und gewisse Alterungsprozesse hat. Lebensmittel, die viel Sirtuin enthalten, werden als sogenannte Sirtfoods bezeichnet. Dazu zählen besonders Lebensmittel mit einer hohen Konzentration an Pflanzenstoffen. Übrigens: Bei Sirtuin handelt es sich um ein Protein.

Welche Lebensmittel gehören zu Adeles Sirtfood-Diät?

Die Lebensmittel, die zu den Sirtfoods gehören, sind gängige Lebensmittel, die bei einer ausgewogenen Ernährung ohnehin immer wieder auf dem Speiseplan stehen sollten. Da es sich bei den Sirtfoods um pflanzliche Lebensmittel handelt, ist diese Diät super mit einer vegetarischen oder veganen Ernährung kombinierbar. Beliebte sirtuinhaltige Lebensmittel sind unter anderem Äpfel, Zitrusfrüchte, Heidel- und Himbeeren, Brokkoli, Blattsalate, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie, Chili, Ingwer, Kurkuma sowie gesunde Fette in Form von Nüssen, Avocado, Olivenöl und sogar dunkle Schokolade ab 85 Prozent Kakaoanteil und Rotwein sind bei der Sirtfood-Diät erlaubt. Je nach Belieben werden diese Lebenmittel durch Proteinquellen wie Eier, helles Fleisch oder Sojaprodukte ergänzt.

Wie läuft die Sirtfood-Diät ab?

Die Sirtfood-Diät wird klassischerweise in drei Phasen eingeteilt: Den radikalen Einstieg, die Gewöhnungsphase und die Phase der Ernährungsumstellung. Dabei wird neben den Sirtfoods auch auf ein Kaloriendefizit geachtet – heißt, dem Körper werden weniger Kalorien zugeführt als er verbraucht. Denn nur so kann der Körper Fett abbauen – ohne diese wichtige Komponente kann keine Diät der Welt effektiv zu einer Abnahme führen.

Phase 1: Der radikale Einstieg in die Diät

In der ersten Phase der dreiwöchigen Diät wird die Kalorienzufuhr auf nur 1.000 Kalorien pro Tag reduziert. Wem diese Umstellung zu krass ist, der kann sich auch über mehrere Tage hinweg den 1.000 Kalorien annähern – keine Sorge diese niedrige Kalorienzufuhr soll bei der Sirtfood-Diät auch nur über drei Tage gehen. Dabei werden neben einer Hauptmahlzeit nur Säfte aus sirtuinhaltigen Lebensmitteln wie Sellerie, Äpfeln, Rucola und Co. getrunken. Aber Achtung: Wer zu lange in solch einem starken Kaloriendefizit bleibt, sorgt dafür, dass der Körper Alarm schlägt und den Stoffwechsel herunterfährt – und das wiederum bedeutet: Effektive Abnahme ade, hallo Jojo-Effekt.

Phase 2: Die Gewöhnungsphase

Während der zweiten Phase von Adeles Diät soll der Körper sich wieder an „normale“ Essgewohnheiten gewöhnen. Pro Tag soll die Kalorienzufuhr bei 1.500 Kalorien liegen und aus jeweils zwei Säften und zwei Hauptmahlzeiten bestehen. In dieser Phase dürfen die Sirtfoods außerdem mit „normalen“ Lebensmitteln kombiniert werden. Hierbei wird häufig ebenfalls zu proteinreichen Lebensmitteln gegriffen, da diese eine bessere Sättigung versprechen und die Diät durch die nahrungsinduzierte Thermogenese unterstützt. Mit anderen Worten: Der Körper verbraucht mehr Kalorien bei der Verarbeitung von proteinreichen Speisen. Die zweite Phase der Sirtfood-Diät soll so lange fortgeführt werden, bis das Wunschgewicht erreicht ist.

Phase 3: Die Umstellung der alltäglichen Ernähung

In der dritten und letzten Phase der Sirtfood-Diät soll ein Ernährungsmuster gefestigt und in den Alltag integriert werden. Denn nur durch eine nachhaltige Ernährungsumstellung und realistische Routinen kann das Wunschgewicht ohne Jojo-Effekt gehalten werden. Ab diesem Zeitpunkt sollte sich die Ernährung laut Sirtfood-Diät auf rund 1.800 Kalorien pro Tag belaufen und im Idealfall die proteinreiche Kost in den Alltag integriert worden sein.

Adeles Sirtfood-Diät: Eine Wunderwaffe zum Abnehmen?

Spätestens seit Adele mit der Sirtfood-Diät rund 45 Kilo abgespeckt hat, ist diese Ernährungsform in aller Munde. Doch verbirgt sich hinter Rotwein und Zartbitterschokolade wirklich das Geheimnis zur Wunschfigur? Ganz so einfach ist es leider nicht, denn auch die Wissenschaft steht Adeles Diät skeptisch entgegen. Für die Wirksamkeit sirtuinhaltiger Lebensmittel konnten bislang nämlich keine wissenschaftlichen Belege gefunden werden. Kritiker schreiben den Erfolg der Sirtfood-Diät der reduzierten Kalorieneinnahme zu statt den proteinreichen Sirtfoods. Außerdem ist der Kalorienverbrauch von Person zu Person unterschiedlich – eine allgemeingültige Vorgabe, wie viele Kalorien täglich konsumiert werden sollten, muss also nicht für jeden das richtige Maß sein.

Das A und O einer jeden Diät ist letztendlich ein gemäßigtes Kaloriendefizit, was Adele vermutlich durch eine bewusste Ernährung, kontrollierte Kalorienzufuhr und jeder Menge Bewegung und Sport erzieht hat. Ob man dafür bestimmte Lebensmittel, die nicht zu den Sirtfoods gehören, vom Speiseplan streichen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden.