StarsHeino schaltet wegen Gender-Titel seine Anwälte ein

Heino - July 2013
Heino schaltet wegen Gender-Titel seine Anwälte ein.
Mit seinen 87 Jahren lässt sich Heino offenbar nicht mehr so leicht von seinen Überzeugungen abbringen.
Als der Schlagersänger im August für einen Serien-Pilotfilm vor der Kamera stand, dürfte er zunächst nicht mit einem Streit um dessen Namen gerechnet haben. Doch nachdem die Produktion einen neuen, gendergerechten Titel erhielt, zog der Musiker offenbar eine klare Grenze und schaltete sogar seinen Anwalt ein. Inzwischen hat er sich durchgesetzt.
Wie die ‚Bild‘-Zeitung berichtet, übernahm Heino in dem Projekt eine Gastrolle und spielte sich selbst. Ursprünglich sollte die Produktion den Namen ‚Die Rettungsschwimmer vom Wörthersee‘ tragen. Während der Dreharbeiten entschied sich Regisseurin und Produzentin Stefanie Mayer allerdings für eine andere Schreibweise: Aus dem Titel wurde ‚Die Rettungsschwimmer:innen‘. Für Heino, der sich wiederholt kritisch zum Gendern geäußert hat, war diese Änderung offenbar nicht akzeptabel. Er soll darauf bestanden haben, zum ursprünglichen Namen zurückzukehren. Als er erfuhr, dass der Pilotfilm bereits unter der veränderten Bezeichnung Fernsehsendern angeboten worden sein soll, verschärfte sich der Konflikt.
Zunächst soll Mayer die neue Bezeichnung noch als vorläufigen Arbeitstitel verteidigt haben. Später habe sie jedoch daran festhalten wollen. Auch Heinos Ankündigung, andernfalls aus dem Film auszusteigen, habe offenbar nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Erst ein Schreiben seines Rechtsanwalts sorgte schließlich für Bewegung. Darin wurde der Produzentin laut ‚Bild‘ untersagt, Material mit Heino im Zusammenhang mit der Produktion zu verwerten, zu veröffentlichen oder anderweitig zu nutzen. Damit stand offenbar auch die Verwendung seiner bereits gedrehten Szenen auf dem Spiel. Die Botschaft war eindeutig: Ohne den ursprünglichen Filmtitel wollte der Sänger nicht Teil des Projekts bleiben. Tatsächlich lenkte Mayer wenige Tage später ein. Gegenüber der ‚Bild‘-Zeitung erklärte sie: „Ich habe mich als Produzentin und Regisseurin entschieden, den Arbeitstitel unseres Films in ‚Die Rettungsschwimmer vom Wörthersee‘ zu ändern.“ Zugleich betonte sie, weiterhin hinter gendergerechter Sprache und ihren persönlichen Überzeugungen zu stehen. Allerdings habe für sie nun der Erfolg des Filmprojekts Vorrang.
Heino kann somit in dem Pilotfilm bleiben. Der Sänger zeigte sich zufrieden mit dem Ausgang des Streits und machte keinen Hehl aus seiner Haltung. „Man muss für seine Überzeugungen einstehen. Gendern ist mit mir nicht zu machen!“, stellte er gegenüber ‚Bild‘ klar. Die geschlechtergerechte Schreibweise sei seiner Meinung nach etwas, das „unsere schöne, deutsche Sprache verschandelt“. Außerdem halte er diese Entwicklung längst für überholt. Auch mit 87 Jahren wolle er sich seine sprachlichen Überzeugungen offenbar nicht nehmen lassen. Heino sieht sich dabei keineswegs als jemand, der an vergangenen Zeiten festhält: Vielmehr sei er „jemand, der sehr bewusst in der Gegenwart lebt“.







