07.03.2020 16:13 Uhr

Ramon Kaselowsky: Zu Hause bei Bohlens Liebling

Nico Schimmelpfennig/klatsch-tratsch.de

Am Samstag (7. März) wurde es ernst für die verbliebenen Kandidaten, die sich im Rahmen der „Auslands-Recalls“ von DSDS für die Live-Shows durchsetzen konnten. „Recall – Die Entscheidung“ heißt die DSDS-Ausgabe, in der darüber entschieden wird, welche Sängerinnen und Sänger sich nun endgültig für die Liveshows qualifizieren. Einer von ihnen ist Ramon Kaselowsky, einer der großen Favoriten auf den Sieg.

Er tritt mit Marcio Pereira Conrado vor die DSDS-Jury im Gebläsehallenkomplex des Landschaftsparks Duisburg und präsentiert „No Matter What“ von Boyzone …  klatsch-tratsch.de hat Ramon vor dem entscheidenden Schritt in die Live-Shows besucht.

Ramon Kaselowsky: Zu Hause bei Bohlens Liebling

Marcio Pereira Conrado (l.) und Ramon Kaselowsky. Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Der leidenschaftliche Kicker wohnt mit seiner süßen Freundin Lorena in Zschernitz, einem Ortsteil der Gemeinde Wiedemar in Sachsen, in einem Wohnwagen. Beide kommen aus dem Zirkus, sind sechs Jahre zusammen und kennen sich aus. Der gebürtige Merseburger, der sich als Artist Ramon Roselly nannte, hat noch nie in einer richtigen Wohnung gelebt. Im Wohnwagen haben sie alles was sie brauchen, inklusive Fußbodenheizung!

Das Video mit Deinem Song „100 Jahre“ hat knapp 1,2 Mio Aufrufe. Ein echter Hit! Wie findest du das?
Ich weiß tatsächlich nicht mal ob das so gut ist. Andere Kandidaten dieser Staffel haben schon über 2 Millionen Klicks für ihre Auftritte im Vergleich. Aber abgesehen davon bin ich natürlich auch so glücklich darüber.

Es vergeht keine Show, ohne dass Dir die Jury zu Füßen liegt. Wie siehst du das und was glaubst du warum das so ist?
Ich hätte das gar nicht erwartet. Mittlerweile glaube ich aber, dass ich als Typ gut ankomme weil ich einfach locker und ehrlich bin. Ich singe einfach geradlinig meine Lieder runter ohne das großartig zu verschnörkeln. Das gefällt denen sehr gut, glaube ich. Mein Cousin meinte noch vorher zu mir: Ramon du stehst da einfach genau so wie du bist ohne groß auf die Knie zu gehen und ohne übertriebene Gestik. Ich mache einfach wie ich es fühle, ohne darüber nachzudenken.

Was sagen Deine Freunde Deine Familie? Wirst Du auf der Straße angesprochen?
Die sind unglaublich stolz und freuen sich für mich. Die sagen: ‘Wir wussten, dass du gut singen kannst aber dass du so gut bist, das hätten wir nie erwartet. Du hast wirklich noch eine Schippe draufgelegt’. Ich bin nicht so oft in der Stadt unterwegs aber das ein oder andere mal werde ich schon angesprochen und um ein Selfie gebeten.

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Wie ist Deine DSDS-Bilanz bis hin zum Recall? Dieter Bohlen sieht dich ja definitiv in den Mottoshows.
Das Lob von der Jury ist natürlich wahnsinnig schön. Ich werde mich jetzt aber nicht zurücklehnen sondern genauso weitermachen wie vorher. Ich hätte nie gedacht, dass ich überhaupt soweit komme. Ich will das aber gewinnen, gar keine Frage. Wäre ja dumm zu sagen ‘Ich bin so weit gekommen, das reicht jetzt’. Ich will gewinnen, wie jeder andere auch

Jetzt kannst du ja vom Sieg träumen. Siehst du Dich im Finale?
Nein, da sehe ich mich noch nicht. Ich denke Schritt für Schritt. Ich nehme alles so an, wie es kommt.

Einer schreibt auf Deinem Insta: „Mit altmodische Songs gewinnst du nicht. Versuch etwas modernes bitte. Ich will nicht dass du rausfliegst“. Wie siehst du das?
Das nehme ich ebenfalls wie es kommt (lacht.) Man bekommt die Lieder ja vorgeschrieben. Das was ich bekomme, was die denken es wäre gut für die Show, das werde ich auch singen, es sei denn es gefällt mir nicht.

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Was würdest du in so einem Fall machen?
Dann würde ich sagen, dass ich das nicht will und einen anderen Song möchte. Aber dass das passiert, ist eher unwahrscheinlich. Ich bin ja vielseitig. Ob modern oder alt, schnell oder langsam. Wenn mir das Lied gefällt kann ich es auch gut singen. Vielleicht sprechen die alten Lieder ja gerade die Zuschauer an. Das Zeug, was ich singe hat noch nie jemand bei DSDS gesungen.

Du bist ja ein alter Showhase, kennst als Artist Auftritte vor Publikum und Du hast selbst mit Deiner Freundin auch Shows moderiert. Was ist der Unterschied zum Job als Sänger?
Das kann man überhaupt nicht vergleichen. Ich kann nicht behaupten, dass ich dadurch selbstbewusster geworden bin. Klar man hat sein Publikum, aber das urteilt ja nicht direkt. Wenn ich vor der Jury stehe sterbe ich innerlich, ich bin immer sowas von nervös.

Hast du schon neue Angebote als Sänger?
Abseits der Show habe ich schon 5 – 6 Anfragen, über die darf ich aber noch nicht reden.

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Nico Schimmelpfennig/klatsch-tratsch.de

Sicher wird es bald ein Album von Dir geben? Hat Dir Dieter Bohlen schon die Zusammenarbeit angeboten, schließlich findet er dich „Weltklasse“?
Über sowas wurde noch nicht gesprochen.

In welche Richtung möchtest Du später musikalisch gehen? Xavier Naidoo sagte ja: „Auch wenn man denkt, dass vielleicht Soul, R’n’B oder was auch immer nicht sein Ding ist, stellt sich immer mehr raus, das ist doch sein Ding!“
Alles was mir gefällt (lacht.) Aber das moderne Boom, Boom ist überhaupt nicht mein Ding. Ich stehe total auf diese 60er und 70er. Das ist noch Musik und authentisch. Am wohlsten fühle ich mich einfach mit meinen Oldies aber ich haue auch mal gerne Ed Sheeran Nummern raus, das macht mir auch Spaß. Es muss halt passen und ich mag eher die langsamen Nummern.

Ramon Kaselowsky: Zu Hause bei Bohlens Liebling

Nico Schimmelpfennig/klatsch-tratsch.de

Deine Familie betrieb in der siebten Generation ein kleines Zirkusunternehmen. Warum hast Du als Artist aufgehört und bist später Gebäudereiniger geworden?
Den Zirkus betreiben sie leider nicht mehr. Meine Geschwister sind aber in anderen Zirkussen tätig. Wir selbst sind damals aber auch eher mit anderen mitgereist und waren quasi nur engagiert. Das lohnt sich aber heute allerdings nicht mehr. Man verdient damit nicht mehr genug, um die ganzen Tiere zu bewirtschaften. Deswegen habe ich auch einen anderen Weg eingeschlagen. Aber wenn man so aufwächst ist es die schönste Kindheit die man überhaupt haben kann. Das kann man aber nur wirklich verstehen, wenn man selbst so groß wird. Für Außenstehende wirkt dieses Leben im Zirkus aber eher absurd. Viele fragen sich was ist das, wie kann man nur in einem Wohnwagen wohnen! (lacht).

Du bist in einem Wohnwagen groß geworden und lebst mit Deiner Freundin Lorena da immer noch. Warum?
Ja, ich lebe immer noch in einem Wohnwagen. Für mich gibt es nichts schöneres, deswegen mache ich mir über ein Haus oder eine Wohnung noch keine Gedanken. Ich habe alles, was jeder andere in seiner Wohnung auch hat. Wenn die siehst, braucht man den ganzen Platz einer großen Wohnung doch gar nicht.

Ramon Kaselowsky: Zu Hause bei Bohlens Liebling

Ramon und Lorena. Nico Schimmelpfennig/klatsch-tratsch.de

Dein Artisten-Cousin René hat ja auch TV-Erfahrung, war 2018 Zweiter im Finale von Ninja Warrior Germany. Hast Du noch mehr Geschwister. Was machen die?
Ich habe fünf ältere Schwestern. Die sind alle noch im Schaustellergewerbe tätig. Sowohl im Zirkus als auch im Gastrobereich auf Festplätzen.

Randolph Rose, von dem Du dessen Song „100 Jahre“ für die erste Castinhshow gecovert hast, hat ja mit „Absolut die 1“ noch so eine geile Hit-Nummer. Das wäre doch was für die Mottoshows?
Klar, das würde ich gerne singen aber erstmal gucken ob ich überhaupt soweit komme.

Was sind Deine beruflichen Pläne?
Darüber, dass es vielleicht nicht weitergeht möchte ich gerade nicht nachdenken. Da ich aber selbstständig als Gebäudereiniger bin, habe ich so oder so einen Job als Alternative. Aber ich würde nebenbei versuchen, mich musikalisch weiterzubilden. Wenn es gut läuft, werde ich sogar eines Tages von der Musik leben können, wer weiß.

Ramon Kaselowsky: Zu Hause bei Bohlens Liebling

Nico Schimmelpfennig/klatsch-tratsch.de