Sonntag, 22. Juli 2018 19:52 Uhr

21 Stars, die ihre Seele für Geld verkauft haben

Werbekooperationen sind ein Phänomen, das es nicht erst gibt, seit das Hypewort „Influencer“ in aller Munde ist. Celebrities haben schon immer solche Marketing-Deals gemacht.

21 Stars, die ihre Seele für Geld verkauft haben

Foto: Wayhome Studios/Shutterstock

Leider taten das einige von ihnen mit Werbespots, die sie entweder in fragwürdigem Licht erscheinen lassen oder gleich zur Lachnummer der Nation machten. Hier kommt das Worst-Of der Stars, die ihre Seele verkauft haben.

1. Scarlett Johannson – SodaStream

Scarlett Johansson, das hätte doch nicht sein müssen. Zum Brodeln brachte die Schönheit nämlich nicht nur das Sodawasser, sondern auch die Hilfsorganisation Oxfam, deren Botschafterin sie einst war. Der gemeinnützige Verein war Berichten zufolge darüber unglücklich, dass sein Aushängeschild ein israelisches Unternehmen unterstützte, das eine Fabrik im besetzten Westjordanland betreibt, was nach internationalem Recht als illegale Praxis gilt.

2. George Clooney – Nespresso

Während einige von George Clooneys Werbespots amüsant waren, erscheint der Megastar hier irritierend selbstgefällig. Nespresso holte im Laufe der Jahre Sidekicks für Clooneys Werbeclips hinzu, darunter Jack Black, Matt Damon und Danny DeVito. Das machte es nicht besser.

3. Kevin Bacon – EE

Kevin Bacon im berühmten roten Ledercatsuit von Britney Spears, ist ein Bild, das man nicht ungesehen machen kann. Der britische Mobilfunkanbieter EE wusste das nur zu gut, als er das Paar in einer bizarren, aber einprägsamen Werbung für Apple-Musik besetzte.

4. Benicio Del Torro – Heineken und Magnum Eiscreme

Fans des Oscar-Preisträgers Benicio Del Toro waren 2010 schockiert, als der durch und durch coole „Sicario“-Star in einem Werbespot für Magnum Gold-Eis auftauchte. Er spielte darin neben dem brasilianischen Model Caroline Correa. Wohl bekomm’s… Und auch den Werbeetat des Bier-Herstellers Heineken konnte er sich 2016 einfach nicht durch die Lappen gehen lassen.

6. Jennifer Ansiston – Emirates

Es gibt einen schmalen Grat zwischen dem ironischen Umgang mit dem eigenen Ruhm und ungeschönter Arroganz. Jennifer Aniston hat diese Linie mit ihrer Werbekampagne für die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Emirates deutlich überschritten.

7. Nicole Kidman – Ehitad Airways

Während ihre Werbung für die staatliche Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, Etihad Airways, nicht ganz so direkt wie im Falle von Aniston Normalverdiener verlachte, machte sie sich doch über eine andere Gruppe lustig: Nämlich über Frauen. Dabei ist Nicole Kidman seit 2006 UNO-Botschafterin für Frauen. Upps.

8. Samuel L. Jackson – Capital One

In dem Clip philosophiert Samuel L. Jackson über die Vorteile der Quicksilver Cashback Card – und das mit der gleichen Intensität, die er in die meisten seiner Rollen bringt. Wenig glaubwürdig, ziemlich lachhaft.

9. Alec Baldwin – Capital One

Noch ein Super-Promi, der die Finger nicht vom Geld der großen US-Bank lassen konnte – und dafür eine Menge Ärger bekam. Schließlich hatte sich Baldwin immer gegen Turbokapitalismus ausgesprochen und ist ein Verfechter (links-)liberaler Politik. Zu allem Übel sind die Spots einfach nur nervig.

10. Johnny Rotten – Country Life Butter

Jeder, der Lydons 2008er Werbung für Country Life Butter gesehen hat, weiß, dass Punk tot ist. Der Werbespot zeigt Lydon in traditioneller britischer Upper-Class-Kleidung, wobei er mehrere Gründe dafür anführt, warum er Country Life Butter mag (wie zum Beispiel „Sie wird aus britischer Milch hergestellt“). Der Clip endet damit, dass Lydon fröhlich auf einer Scheibe Buttertoast in seiner schicken Landhausküche rumkaut.

11. Bob Dylan – Victorias Secrets

Unvorstellbar, dass Bob Dylan als ultimative Gegenkultur-Ikone jemals so tief sinken konnte, einen Werbespot für irgendetwas zu machen – erst recht nicht für Victoria’s Secret. Die Folk-Legende ärgert seine Anhänger seit dem Tag, an dem er 1965 zum ersten Mal zur E-Gitarre wechselte, aber 2004 verpasste er ihnen den bislang härtesten Schlag, als er unerklärlicherweise in der Kampagne „Angels In Venedig“ auftrat.

12. Norm MacDonald – KFC

Als KFC bekannt gab, dass der ehemalige „Saturday Night Live“-Star Norm MacDonald 2015 die Werbefigur des Unternehmens, Colonel Sanders, darstellen sollte, erwarteten die Fans des kanadischen Stand-Up-Genies, dass seine Clips zumindest die Grenzen der Fast-Food-Werbung neu ausloten würden. Stattdessen hätte MacDonalds Rolle als Kentucky-Ikone von fast jedem gespielt werden können.

13. Kiefer Sutherland – Jose Cuervo

Kiefer Sutherland soll seinen Umzug nach Los Angeles mit einer Werbekampagne finanziert haben, die er für Levi’s in den 1980er Jahren drehte. Am Ende dieses Jahrzehnts kannte jeder in Hollywood seinen Namen aus großen Filmen wie „The Lost Boys“ und „Young Guns“. Sutherlands Spot für Jose Cuervo Tequila von 2013 ist jedoch etwas ganz anderes: Der Schauspieler geht total cool „aufs Ganze“. Er lässt sich tätowieren und besucht einen Underground-Kampfclub. Das alles macht er natürlich mal so zwischendurch. Wenn man bedenkt, dass Sutherland Alkoholprobleme hatte und dann für Tequila wirbt – pfui.

14. Kendall Jenner – Pepsi

Der Werbespot zeigt Kendall Jenner, wie sie ein Fotoshooting verlässt, um an Straßenprotesten der Black Lives Matter-Bewegung teilzunehmen. Sie nähert sich einer Polizeiabsperrung und bietet einem glücklichen Beamten eine kalte Dose Pepsi an, eine Geste, die „eine Botschaft der Einheit, des Friedens und der Verständigung“ vermitteln sollte, so eine Firmenaussage. Aktivisten der Black Community waren entsetzt und sahen ihre Bewegung verunglimpft.

15. Bruce Willis – Seagram‘s

Im Jahr 1986 bezahlte das inzwischen nicht mehr existente Getränkeunternehmen Seagram‘s Bruce Willis Berichten zufolge 6 Millionen Dollar, damit er für ihre Weinkühler wirbt. Das Ergebnis war ein super kitschiger Werbespot – selbst für die 80er Jahre. Der (damals angehende) Superstar tanzt auf seiner Veranda mit einer Flasche Seagram’s als Mikrofon und singt darüber, dass er und seine Jungs einfach nicht genug von dem Zeug bekommen können.

16. M. Night Shyamalan — American Express

Im Jahr 2006 buchte American Express einen 2-minütigen Werbespot während der Oscarverleihung und engagierte Horrorfilmemacher M. Night Shyamalan, eine Kampagne mit dem Titel „Time To Dream“ zu schreiben, Regie zu führen und darin zu spielen. Im Rahmen der Kampagne „My Life, My Card“ findet der Kinospot in Shyamalans Kopf statt, während er in einem Café sitzt und sich von den anderen Kunden inspirieren lässt. Vielleicht hätte er etwas länger in diesem Café sitzen sollen, denn der Spot ist eine Mischung aus Klischees und sinnfreien Gruselelementen, die offenkundig wenig förderlich für die Marke sind.

17. Mr. T — Flavorwave

Seit der Auflösung des A-Teams 1987, hat Herr T sein Konterfei schamlos für Videospiele, Schokoriegel und sogar Eistee hergegeben, aber zu der peinlichen Werbung mit Flavor Wave Turbo Ofen fällt uns nichts mehr ein. In dem Spot erklärt ein ungewöhnlich höflicher Mr. T. den Zuschauern, wie sehr er es hasst, Stunden in der Küche verbringen zu müssen, wenn er ein leckeres Essen zubereiten möchte.

18. Uma Thurman — Schweppes

Dieser bizarre europäische Werbespot für Schweppes Fruchtfusionen wurde von der Zeitschrift „Campaign“ als einer der schlechtesten Promi-Werbespots des Jahres 2011 bezeichnet. Uma Thurman spielt in dem Spot eine Berühmtheit, die eine französische Journalistin verführen möchte, während sie über ihre Liebe zu Schweppes spricht.

19. Charles Barkley — Taco Bell

Der ehemalige NBA-Star Barkley hat seinen guten Namen schon für vielen Marken hergegeben. Am Schlimmsten jedoch ist dieser Taco Bell-Spot, in dem er darüber reimt, wie sehr die „Five Buck Box“ der Fast-Food-Kette „rockt“.

20. Mary J. Blige — Burger King

In dem 2012er Sport für die Fast Food Kette singt Blige eine spezielle Version ihres Hits „Don’t Mind“ – nur, dass es diesmal um Hühnerschenkel statt um die Rechte der Unterdrückten geht. Viele Fans fühlten sich auf den Schlips getreten, sodass das Unternehmen den Spot zurückzog.

21. Whoopi Goldberg — Poise

Als Kimberly-Clark die Poise-Linie von Inkontinenzprodukten für Frauen auf den Markt brachte, war das Ziel, das Problem gesellschaftsfähig zu machen und das Stigma, das mit der Verwendung von Einlagen gegen Inkontinenz verbunden ist, zu beseitigen. Der „Sister Act“-Star tritt u.a. als Jeanne d’Arc und Kleopatra auf (die wütend verrät, dass sie seit Jahren „undicht“ ist), und das Ergebnis ist ein Werbespot, der das Thema der Inkontinenz in einen Witz verwandelt.

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