Johnny Depp, Selena Gomez & Co.Diese sechs Stars hassen das Berühmtsein!

shia labeorf unter papiertüte
shia labeorf unter papiertüte

Foto: IMAGO / Eventpress

Isabell KilianIsabell Kilian | 23.09.2022, 17:00 Uhr

Ruhm und Erfolg ist nicht jedermanns Sache, selbst nicht für einige Stars, die bereits berühmt sind. Denn es gibt einige Leinwandgrößen und Gesangssternchen, die in Interviews verraten haben, dass sie es hassen, berühmt zu sein. Wir stellen einige von ihnen vor…

Mal wieder in Ruhe shoppen gehen, in Schlabberhose die Straße überqueren oder in der Nase bohren: Es gibt tatsächlich einige bekannte Gesichter, die ganz unverblümt darüber gesprochen und im Grunde gesagt haben: „Berühmtsein ist total ätzend.“

Während die einen komplett auf Social Media verzichten oder ihr Glück bei der Polizei versuchen, ziehen sich andere im wahrsten Sinne eine Papiertüte über den Kopf. Hier sind sechs Stars und Sternchen, die liebendgern ihre Privatsphäre zurück hätten, wenn sie könnten.

Shia LaBeouf

Der erste in der Runde der Stars, die das Berühmtsein hassen, ist Schauspieler Shia LaBeouf (36). Der „Transformers“-Darsteller mag es gar nicht, so bekannt zu sein und glaubt, dass alle Schauspieler keine echten Menschen sein können, da sie gezwungen sind, das Gesicht und die Marke eines Films oder einer Show zu repräsentieren. Das verriet er 2015 dem Magazin „Variety“.

Wer sich bei unserem Titelbild die Frage gestellt hat, wer darunter steckt, hat damit auch die Antwort. Um seinem Unmut Ausdruck zu verleihen, erschien der 36-Jährige zur Prämiere des kontroversen Films „Nymphomaniac“ im Rahmen der 64. Internationalen Filmfestspiele in Berlin 2014 nämlich mit einer Papiertüte auf dem Kopf. In großen schwarzen Buchstaben stand dort drauf: „Ich bin nicht mehr berühmt“. Kreativ. Oder vielleicht auch einfach zu faul für die Maske, wer weiß.

Shia LaBeouf
So sieht Shia LaBeouf ohne Papiertüte aus.

Foto: IMAGO / agefotostock


Lady Gaga

Stefani Germanotta, auch bekannt als Lady Gaga (36), fühlt sich mit der öffentlichen Aufmerksamkeit ebenfalls wenig wohl. In einem emotionalen Interview mit Lee Cowan auf CBS Sunday Morning sprach die „Pokerface“-Interpretin 2020 über Depressionen sowie ihren inneren Kampf mit der Künstler-Rolle und verriet, dass sie ihr wahre Privatsphäre vermisse.

„Mein größter Feind ist ‚Lady Gaga‘ – das ist, was ich dachte. Mein größter Feind ist sie“, sagte sie damals. „Du kannst jetzt nicht mehr in den Supermarkt gehen. Wenn du mit deiner Familie zu Abend isst, kommt jemand an den Tisch, du kannst nicht mit deiner Familie zu Abend essen, ohne dass es um dich geht, es geht immer nur um dich. Die ganze Zeit geht es um dich.“ Außerdem erzählte die Künstlerin, dass der Text des Songs „911″ eine Anspielung auf die Medikamente sei, die sie nehmen musste, wenn sie wegen ihrer Rolle in Panik geriet.

Lady Gaga
Der Erfolg von Lady Gaga ist gigantisch – genießen kann sie ihr Berühmtsein aber nicht.

Foto: IMAGO / ZUMA Wire

Johnny Depp

Die riesige Fangemeinde weltweit verhalf Schauspieler Johnny Depp (59) erst in diesem Jahr zu einem positiven Ausgang im Rechtsstreit mit Ex-Frau Amber Heard. So dankbar er für den unterstützenden Medienrummel auch sein mag, genervt ist der „Fluch der Karibik“-Star trotzdem davon, in der Öffentlichkeit zu stehen. Er sprach bereits in mehreren Interviews vom hohen Preis, den Ruhm und Erfolg mit sich bringen.

Bereits 2014 verriet er gegenüber Today, dass er fast schon wie ein Flüchtling leben müsse: „Alles muss eine Art Strategie sein. Um dich ins Hotel zu bekommen, um dich aus dem Hotel zu bekommen, um dich ins Restaurant zu bekommen, um dich aus dem Restaurant zu bekommen.“ Aber auch im Interview mit Fox News klagte er: „Wenn ich mit meinen Kindern ins Einkaufszentrum gehe oder durch Disneyland spazieren oder einfach nur durch die Straßen laufen will, ist das nicht mehr möglich. Das gibt es einfach nicht mehr.“

Johnny Depp
Johnny Depp hat seiner weltweiten Beliebtheit viel zu verdanken – nerven tut sie ihn trotzdem.

Foto: IMAGO / ZUMA Wire

Jennifer Lawrence

Auch Publikumsliebling Jennifer Lawrence (31) wäre gern weniger bekannt. In einem Interview mit Glamour sprach sie 2016 offen darüber, dass sie eigentlich kein Fan vom Berühmtsein sei, sich aber auch nicht darüber beschweren wolle. In einer Wunschwelt, so die Schauspielerin, würden Stars regelmäßig Auszeit vom Promi-Dasein bekommen. Wie ernst sie es meint, zeigt sich auch darin, dass die 31-Jährige keinen klassischen Social-Media-Account führt.

Kurz nach der Veröffentlichung ihres ersten Erfolgschlagers „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ erzählte sie 2013 der Vogue außerdem, dass sie sich nie an die Männer gewöhnen werde, die regelmäßig auf ihrem Rasen schlafen. Klingt erstmal ganz witzig, aber die 32-Jährige nahm das ziemlich mit: „Wenn ich ein durchschnittliches 23-jähriges Mädchen wäre und die Polizei anrufen würde, um zu sagen, dass fremde Männer auf meinem Rasen schlafen und mir zu Starbucks folgen, würden sie sofort handeln. Aber weil ich eine berühmte Person bin, ,können wir leider nichts tun, Ma’am‘.“ Seit Anfang des Jahre ist die 32-Jährige nun Mama und man kann nur hoffen, dass die Verrückten inzwischen ein bisschen von ihr abgelassen haben.

Jennifer Lawrence
Jennifer Lawrence hat viel erlebt. Umso mehr hielt sie Schwangerschaft und Kind unter Verschluss.

Foto: IMAGO / MediaPunch

Emma Watson

Ein Star, der einem bei dem Begriff Authentizität als erstes einfällt, ist definitiv Schauspielerin Emma Watson (32). Mit ihrer Rolle als Hermine in „Harry Potter“ gewann sie schon als junges Mädchen an großer Bekanntheit und eroberte seither mit ihrer bodenständigen, bescheidenen und liebenswerten Art die Herzen der Zuschauer. Kein Wunder also, dass gerade sie mit der Promi-Scheinwelt und dem „Sehen und gesehen Werden“ nicht viel anfangen kann.

In mehreren Interviews betonte Emma Watson bereits, dass sie sich mit der Vorstellung von Ruhm und dem, was die Welt aus ihr gemacht hat, unwohl fühlt. Nach dem letzten Harry Potter-Teil verriet sie der britischen Vogue beispielsweise, wie schuldig sie sich gefühlt habe, den Erfolg nicht genießen zu können und sie sich oft fragt habe, wer sie eigentlich ist. Es half ihr allerdings, sich immer wieder an ihre Identität zu erinnern: „Ich bin die Tochter meiner Mutter, ich bin die Tochter meines Vaters, ich bin eine Schwester, ich gehöre zu einer Familie, ich habe Wurzeln.“

Emma Watson
Schauspielstar Emma Watson ist das Berühmtsein ebenfalls ein Graus und sie hält sich aus der Öffentlichkeit größtenteils heraus.

Foto: IMAGO / PanoramiC

Selena Gomez

Die letzte dieser kleinen Runde an Stars, die ihre Privatsphäre zurück haben wollen, ist Selena Gomez (30). Die Sängerin ist aktuell auf Platz 5 der meisten Instagram-Accounts mit den meisten Followern weltweit. Das spricht für sich. In der Vogue-Titelgeschichte vom März 2017 erklärte die 30-Jährige, dass ihr der Ruhm und ihre Tournee einfach zu viel wurden. „Ich kann es einfach nicht erwarten, dass die Leute mich vergessen“, gestand sie.

Produziert Selena Gomez eine Neuauflage von „Die Waffen der Frauen“?

Eine Sache schien ihr seelisch etwas Frieden zu geben: authentisch zu bleiben. „Die Leute wollten unbedingt, dass ich authentisch bin und als das endlich geschah, war das eine große Befreiung. Ich bin nicht anders als das, was ich nach außen trage. Ich bin meinen Fans gegenüber sehr verletzlich, und manchmal sage ich Dinge, die ich nicht sagen sollte. Aber ich muss ehrlich zu ihnen sein“, verriet sie im selben Interview. Und vermutlich ist genau das der Grund, warum die Sängerin so eine riesige Fangemeinde besitzt.

Selena Gomez
Selena Gomez gehört zu den Stars, mit den meisten Followern. Inzwischen kann sie dem Druck standhalten.

Foto: IMAGO / APress

Viele Stars und Sternchen genießen es, berühmt zu sein. Andere hingegen, wie unsere sechs Auserwählten, genießen allerdings ihre Privatsphäre und wollen nicht ständig bemerkt werden. Beides ist in Ordnung. Dennoch ist es irgendwie traurig, wenn Menschen den Ruhm ihrer erfolgreichen Karriere nicht genießen können.