Für immer am LeibDieter Bohlen und Camp David: Alles über diese textile Liebe

Redaktion KuTRedaktion KuT | 14.07.2022, 10:36 Uhr
Dieter Bohlen und Camp David: Alles über diese textile Liebe
Dieter Bohlen und Camp David: Alles über diese textile Liebe

IMAGO / Future Image

Denkt man an Dieter Bohlen, dann denkt man an Naddel, an Verona und an Carina. An DSDS, ans „Supertalent“ und natürlich auch an Modern Talking. Was aber auch zum Pop-Titanen gehört, wie die Sahne auf den Erdbeerkuchen, sind seine Klamotten von Camp David. Wir haben diese ganz besondere textile Liebe unter die Lupe genommen.

Das große Plus der Liebe zwischen Dieter Bohlen und Camp David: sie scheint auf ewig angelegt zu sein. Denn egal wie viel Geld der Dieter auf dem Konto und wie viele andere Klamotten er im Schrank hat: an seinen Körper lässt er am Ende doch nur Carina und Camp David.

Kein TV-Auftritt, bei dem Dieter Bohlen uns nicht neben seinem gut gebräunten und gestrafften Antlitz auch ein wild beschriftetes Textil von Camp David präsentieren würde. Und so wird uns der frisch wieder inthronisierte Pop-Titan garantiert auch in der finalen Staffel von DSDS in einer Camp-David-Kombi begrüßen. Seit etlichen Jahren verbindet das deutsche Label und den Sänger eine innige Beziehung – und die ist natürlich auch geschäftlicher Natur.

Dieter Bohlen und Camp David: Geld oder Liebe?

Seit mehr als zehn Jahren ist Dieter Bohlen Markenbotschafter für Camp David. Wer an das deutsche Modelabel denkt, verbindet damit automatisch den Poptitan. Kein Wunder also, dass der ehemalige DSDS-Juror und die Firma mit Sitz im brandenburgischen Hoppegarten bereits mehrfach für eine Kollektion zusammengearbeitet haben.

2020 und 2021 bringt der Discounter Lidl zwei gemeinsame Kollektionen zwischen dem Dieter, Camp David und Soccx auf den Markt. Und wer eignet sich als Werbegesicht am Besten? Natürlich der Showmaster höchstpersönlich. Der verkauft stoisch einfach alles, was sich zu Geld machen lässt. Und scheut auch nicht davor zurück, im Non-Food-Bereich vom Discounter zu versauern. Textil gesprochen, versteht sich.

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Bohlen-Mode zum Discounter-Preis

Un der Erfolg gibt dem Team recht: Die von Camp David bedruckte Bohlen-Mode zu Discounter-Preisen schlägt immer wieder ein wie eine Bombe und verkauft sich wie die oft bemühten warmen Semmeln. Und solange Dieter das Werbegesicht bleibt, ist der Erfolg mit Sicherheit auch für alle zukünftigen Kollektionen garantiert. Allerdings bekommt der Pop-Titan auch einen ordentlichen Shitstorm der Camp-David-Hardliner ab. Die finden es nämlich absolut nicht prickelnd, dass sich jetzt auch der Geringverdiener die Kult-Klamotte leisten kann. Dem Dieter doch egal. Hauptsache die Kasse klingelt.

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Der Beginn einer großen Liebe

Doch wie ist Dieter Bohlen überhaupt zu Camp David gekommen? Der „Modern Talking“-Star hat das deutsche Modelabel in den vergangenen Jahren zu seinem Markenzeichen gemacht. Alles beginnt im Herbst 2010, als Dieter in der „Das Supertalent“-Jury sitzt und zu einer der Sendungen ein weißes Camp David-Hemd  trägt. 8 Millionen Menschen schauen die Talentshow im deutschen Fernsehen.

Daraufhin steigen die Verkaufszahlen der Marke über Nacht rasant in die Höhe. Der Anfang einer ganz großen Liebe zwischen Bohlen und dem deutschen Unternehmen. Seitdem ist Dieter Bohlen ausschließlich in Poloshirts, Hemden oder Hoodies von Camp David zu sehen. Egal ob in TV-Shows oder privat auf seinem Instagram-Account. Der Vater von sechs Kindern ist dem Label stets treu geblieben.

IMAGO / Eventpress

Was steckt hinter der Kult-Marke?

Ob Dieter sein Faible für Camp David bereits viel früher hätte entdecken können? Denn die Firma mit Sitz im brandenburgischen Hoppegarten gibt es schon seit 23 Jahren. 1997 wird das Label vom Unternehmen Clinton als Ausstatter für Herren-Freizeitbekleidung ins Leben gerufen. Im selben Jahr entsteht die angelehnte Marke Soccx für Frauenbekleidung. Geführt wird die Modemarke von den drei Brüdern Thomas, Hans-Peter und Jürgen Finkbeiner aus dem Schwarzwald.

Der Ex-Chefjuror ist es übrigens, der 2010 dafür verantwortlich ist, dass das Label mit den ausgefallen Schriftzügen nicht mehr länger nur in den neuen Bundesländern erhältlich ist, sondern auch im Westen vertreten wird. Ein Jahr später erreicht die Firma erstmals einen Umsatz von über 100 Millionen Euro – Alles dank Bohlen. Neben dem Künstler sind unter anderem Boxprofi Arthur Abraham und Model Markus Schenkenberg Markenbotschafter für das Label.

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Trägt er Camp David nur wegen des Geldes?

Dass der Poptitan und das Modeunternehmen inzwischen einen langjährigen Werbevertrag ausgehandelt haben ist klar. Bohlen wird dafür bezahlt, egal wo er auftritt, Klamotten von Camp David zu tragen. Wieviel der 67-Jährige wirklich dafür bekommt, ist unklar. Fakt ist, dass es eine unglaubliche Summe sein muss. Doch einzig und allein aus finanziellen Gründen müsste der „Modern Talking“-Star die Mode des Labels nicht tragen. Schließlich hat Dieter mit einem geschätzten Vermögen von 135 Millionen Euro längst ausgesorgt. Allerdings wird dem Herrn Bohlen gerne einmal Knauserigkeit nachgesagt.

Bleibt trotzdem zu hoffen, dass dem ehemaligen DSDS-Juroren die oft grenzwertig bedruckten Hoodies, Hemden und Shirts wenigstens ein bisschen gefallen. Aber: Irgendwie gehören Fummel der Marke Kindergartenkind meets Malle-Proll schon längst zu seinem Markenzeichen. Ohne Camp David wäre Dieter irgendwie einfach nicht mehr der Dieter…

Vor Kurzem fragte ein Gast in Pierre M. Krauses Show „Kurzstrecke“ ganz treffend, ob es bei Camp David eigentlich eine verantwortliche Redaktion gäbe, die die Beschriftung der Klamotten professionell betreuen würde. Die Antwort steht noch aus, aber wenn man sich mal die Lyrics von Modern Talking anschaut, dann könnte Dieter vom textlichen Niveau jederzeit selbst die Chefredaktion übernehmen…