Corona-Betrug, Netflix-Klage...10 schockierende Fakten über den Tinder-Schwindler, die Netflix nicht verraten hat

Fabia SoellnerFabia Soellner | 09.03.2022, 21:30 Uhr
Tinder-Schwindler mit Kate Konlin
Tinder-Schwindler mit Kate Konlin

Instagram @simon.officialll1

Der Hype um die Netflix-True-Crime-Doku „Der Tinder-Schwindler“ nimmt kein Ende, und so suhlt sich auch Hochstapler Simon Leviev weiterhin im Rampenlicht. Doch in der Netflix-Serie wurde nicht alles über den Netflix-Ganoven verraten.

Es ist unvergleichlich, wie der Tinder-Schwindler es geschafft hat, seine Opfer um mehrere Millionen Dollar zu betrügen. Seine Masche, sich als russischer Diamantenprinz auszugeben und sich von seinen Tinder-Dates mit den verrücktesten Geschichten Unsummen an Geld zu leihen, ist schon wieder so dreist, dass es fast schon genial ist. Doch in der Netflix-Doku wurde nur die Spitze der Akte „Tinder-Schwindler“ gezeigt – es gibt noch viele weitere Fakten über den Betrüger, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Wir haben die 10 schockierendsten Tatsachen einmal zusammengetragen!

1. Sein Bodyguard verklagt Netflix

Jetzt macht nicht der Tinder-Schwindler Theater, sondern sein großer, bester Freund! In der Doku-Serie stellt er den Hühnen als seinen Sicherheitschef/ Bodyguard vor, doch im Verlauf stellt sich heraus, dass dieser eigentlich sein Verbrecher-Komplize ist. Dementsprechend ist er immer an der Seite des Betrügers zu sehen und auch auf beinahe jedem Foto dabei. Sein richtiger Name ist Poitr Kaluski, und laut eines Briefes, der dem Portal „TMZ“ vorliegt, ist er dabei, Netflix wegen seines unfreiwilligen Serienauftritts zu verklagen. Er erwartet vom Streaminganbietern wohl eine Entschädigung in Millionenhöhe, und hat außerdem veröffentlicht, dass der Tinder-Schwindler auch ihn übers Ohr gehauen hat. Mehr als 10.000 Euro soll ihm Simon Leviev schulden, der sich seitdem aus dem Staub gemacht hat.

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2. Seine Freundin Kate Konlin ist ein Trump-Fan

Man hätte es sich denken können – irgendetwas muss mit dem israelischen Model nicht stimmen, wenn sie freiwillig mit dem frauenbetrügenden Tinder-Schwindler zusammenbleibt. Doch wenn man sich das Facebook-Profil von Kate Konlin einmal etwas genauer ansieht, wird man einen Trump-Post entdecken, den die Blondine vor zwei Jahren geteilt hat.

Hier gehts zu Kate Konlins dunkler Seite!

„Dieser Mann arbeitet jeden Tag bis 2 Uhr morgens und schläft durchschnittlich 4 Stunden am Tag. Er arbeitet kostenlos und spendet sein gesamtes Gehalt an wohltätige Zwecke. Er ist der beste Präsident aller Zeiten hier. Und der beste Freund und Verbündete in der Geschichte von der jüdischen Nation und Israel“, steht unter dem Bild. Zumindest ihre Follower scheinen ihr Paroli bieten zu wollen, wie man in den Kommentaren sieht.

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3. Rapper French Montana hat den Tinder-Schwindler getroffen

Der 37-jährige Rapper scheint sich ganz gut mit dem Betrüger amüsiert zu haben – Auf Instagram postete er einen Schnappschuss mit dem Tinder-Schwindler, wo beide im Privatjet zu sehen sind. „Ich kann es nicht glauben, dass ich den Schwindler kennengelernt habe“, kommentierte er darunter, zusammen mit einem Lach-Emoji.

Insgesamt scheinen die kriminellen Taten seines Gegenübers für den Rapper auch eher witzig als verwerflich zu sein. Er ergänzt nämlich fast schon sarkastisch: „Hey, wir verlassen gerade das Spital. French Montana geht es wieder gut, wir sind wieder gut, aber unsere Feinde sind hinter uns her. Bitte sendet schnell 50 Tausend Dollar. Bitte.“ Damit bezieht er sich auf einen Betrugsversuch von Simon Leviev, wo er seinen Dates vorspielt, von seinen Feinden verfolgt und verprügelt geworden zu sein.

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4. Simon Leviev will ein Bitcoin-Millionär sein

Es wäre nicht Simon Leviev, wenn er einfach seine Straftaten zugeben würde. Stattdessen leugnet er seine kriminellen Machenschaften und tischt haarsträubende Geschichten auf, wie er denn zu seinem Reichtum gekommen sein soll. In seinem ersten TV-Interview hat er verraten, dass er ganz einfach ein Bitcoin-Millionär sei. Er hätte damals die Kryptowährung für wenig Geld gekauft, und wäre plötzlich reich gewesen. Was für ein Pech aber auch, dass das keiner nachverfolgen kann.

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5. Kate Konlin sollen Beweise für seine Unschuld vorliegen

Das israelische Modell beschützt ihren Liebling mit Zähnen und Krallen – wie jemand denn bloß auf die Idee kommt, ihren Schatz solch schreckliche Dinge vorzuwerfen? In einem Interview mit einem israelischen Magazin hat die Blondine erzählt, dass ihr sogar Beweise für Simon Levievs Unschuld vorliegen würden. „Er hat nichts vor mir versteckt, es war ihm wichtig, dass ich über alles von Anfang an Bescheid wusste“, erklärt sie zudem und behauptet also, dass der Tinder-Schwindler sie über seine Vergangenheit aufgeklärt hätte. Die Beweise, die dem Model vorliegen soll, hat jedoch sonst keiner zu Gesicht zu bekommen. Es ist also fraglich, ob diese existieren oder überhaupt aussagekräftig sind,

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6. Vor seinen Tinder-Betrügen war er Kreditkartendieb

Jeder muss einmal klein anfangen, und so hat auch Simon Leviev nicht von Anfang an millionenschwere Betrugsversuche abgezogen. Laut seinem ersten Opfer, die Britin Courtney Simmonds-Miller, hat er als Kreditkartendieb in Israel angefangen, bevor er sich nach Zypern abgesetzt hat. Dort haben sich die beiden kennengelernt und Geschäfte miteinander gemacht, bis Levievs Gewohnheit, die Zeche zu prellen, Konsequenzen mit sich gezogen haben. Im Endeffekt lief es darauf hinaus, dass der Tinder-Schwindler floh und sein Date nun ihre sowie seine Bußgeldsumme zahlen muss – die im mittleren vierstelligen Bereich liegt.

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7. Simon Leviev hat sich seine Corona-Impfung erschlichen

Da wurde der Tinder-Schwindler gerade erst aus dem Knast entlassen (natürlich saß er wegen einem gefälschten Pass und nicht wegen seiner Betrugsmaschen, versteht sich), und schon macht sich der Netflix-Ganove wieder unbeliebt. Laut dem israelischen Portal „mako“ soll sich der Netflix-Ganove als Rettungskraft ausgegeben haben, um sich eine Corona-Impfung zu erschleichen.

Ein Video der Impfung postete er auf seinem Instagram-Kanal, und erntete erstmal sehr viel Kritik und Vorwürfe. Später bezog er in einem Telefon-Interview Stellung und sagte laut „RTL“ folgendes: „Ich bin niemand, der wartet, ich stelle mich nicht an. Ich bin ein Geschäftsmann, ich warte doch keine vier Stunden.“ Ziemlich eitel, unser Tinder-Schwindler.

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8. Der Diamantenmogul Lev Leviev hat ihn veklagt

Zumindest von einer Seite bekommt der Tinder-Schwindler ein bisschen Druck. Denn wer hätte es gedacht – mit wirklichem Nachnamen heißt der Betrüger gar nicht Leviev, sondern Shayut. Den Nachnamen hat er nur angenommen, um bei Google-Suchen mit dem russischen Diamantenmogul Lev Leviev in Verbindung gebracht zu werden.

Mehr zu Lev Levievs Anwalt-Plan!

Doch jetzt meldet sich der russische Oligarch zu Wort und geht gerichtlich gegen den Hochstapler vor, der laut ihm den Namen der Familie beschmutzt hat. Er soll seinem Anwalt das Go für einen totalen Rechtskrieg gegeben haben – der Tinder-Schwindler sollte sich also warm anziehen.

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9. Der Tinder-Schwindler ist schlecht im Bett

Wer Menschen so viel Geld abziehen kann, muss doch gut im Bett sein – oder? Eines von Simon Levievs ersten Dates hat verraten, dass der Tinder-Schwindler eine richtige Niete in der Kiste sein soll. „Er hatte keine Ahnung, was er tat. Er konnte im Schlafzimmer keinen einzigen Schlag machen. Er war ein totaler Flop. Ich musste ihm zeigen, wo es langgeht“, verriet die Britin Samantha Hales der „Daily Mail“. Hoffen wir mal für Kate Konlin, dass er an seinen Bettfertigkeiten arbeiten konnte.

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10. Er ist als Betrüger bekannt… seit 2011!

Wie ein Aal scheint sich der Tinder-Schwindler aus dem langen Arm des Gesetzes herauswinden zu können. Bereits seit mehr als zehn Jahren geht Simon Leviev seiner Tätigkeit als Betrüger nach, konnte also letztes Jahr Jubiläum feiern. 2011 wurde der Hochstapler in seinem Heimatland Israel wegen Diebstahl, Fälschung und Betrug angeklagt, und hat sich dann nach Zypern abgesetzt. Erst 2017 konnte man ihn endlich Dingfest machen, sodass er 5 Jahre im Gefängnis verbringen musste.

Auch wenn es super-spannend es – dank Netflix ist das Betrügen wohl zum Geschäftsmodell geworden. Der Tinder-Schwindler kennt kein Schamgefühl und feiert sich als Promi, der bald seine eigenen Fernsehformate hosten will. Seine Opfer leiden immer noch und werden ihr Leben lange den Schuldenberg abbezahlen müssen.