FilmEthan Hawke spricht über härtesten Sommer seines Lebens bei Dreharbeiten zu ‚The Weight‘

Ethan Hawke - Blue Moon - Headline Gala - The 69th BFI London Film Festival - Getty BangShowbiz
Ethan Hawke - Blue Moon - Headline Gala - The 69th BFI London Film Festival - Getty BangShowbiz

Ethan Hawke - Blue Moon - Headline Gala - The 69th BFI London Film Festival - Getty

Bang ShowbizBang Showbiz | 27.01.2026, 19:30 Uhr

Ethan Hawke hat offen über die extremen körperlichen und mentalen Belastungen gesprochen, die die Dreharbeiten zu seinem neuen Film ‚The Weight‘ mit sich brachten.
Der 55-jährige Schauspieler spielt in dem Drama den verarmten Witwer Samuel Murphy, der während der Großen Depression in den 1930er-Jahren lebt und von seiner Tochter getrennt wird, um eine Haftstrafe in Oregon zu verbüßen. Obwohl der Film kein klassischer Actionfilm ist, beschrieb Hawke die Produktion als eine der anstrengendsten Erfahrungen seines Lebens.

Im Gespräch mit ‚Entertainment Weekly‘ sagte er: „Das war einer der härtesten Sommer meines Lebens. Im Wasser zu sein, in den Wäldern zu drehen – ich sage immer: ‚Es ist ein Actionfilm ohne viel Action.‘ Aber es war extrem erschöpfend. Allein die Angst vor Zecken hat gereicht.“ Hawke erklärte, dass die Idee für den Film entstand, als er 2022 die Dokumentarserie ‚The Last Movie Stars‘ über Paul Newman und Joanne Woodward drehte. Dabei habe er über das Verschwinden sogenannter „charaktergetriebener Actionfilme“ nachgedacht. „Ich habe mich gefragt, warum es in den 60er- und 70er-Jahren Actionfilme gab, in denen nicht ständig alles explodiert ist“, erinnerte er sich. „Es waren Filme über Menschen, mit hohen Einsätzen, aber ohne Effekthascherei.“

Gemeinsam mit Regisseur Padraic McKinley wollte er diese Filmtradition neu beleben. Hawke erklärte: „Wir haben darüber gesprochen, warum es heute keine Paul-Newman- oder Steve-McQueen-artigen Filme mehr gibt. Und ich dachte: Bevor ich zu alt werde, will ich unbedingt noch so einen Film machen.“

Die Figur Samuel Murphy beschreibt Hawke als bewusst altmodisch: „Es ist die alte Idee des prinzipientreuen Mannes.“ Er ergänzte: „Ich interessiere mich für positive Formen von Männlichkeit – Würde, Fürsorge, Verantwortung, Vatersein, Dienen. Diese Werte wollte ich in ein Action-Genre einbetten und die Integrität einer Figur auf die Probe stellen.“

Gedreht wurde der Film sechs Wochen lang in den bayerischen Wäldern in Deutschland. Für Hawke weckte das Erinnerungen an seine Zeit bei ‚White Fang“, den er 1991 in Alaska drehte. „Das war lebensverändernd für mich“, sagte er. „Ich bin immer noch hungrig nach diesen Erfahrungen, bei denen man mit einer Kamera in die Wildnis geht und mit einem Film zurückkommt.“