ABBA-Comeback: Das sind alle 9 Studio-Alben der Kultband

ABBA: Das sind die bisherigen 8 Studio-Alben der Kultband
ABBA: Das sind die bisherigen 8 Studio-Alben der Kultband

Foto: IMAGO/Allstar

04.09.2021 19:45 Uhr

Die Spannung steigt: Weltweit hoffen Fans, dass ABBA ein neues Studioalbum im Herbst 2021 veröffentlicht. Eine offizielle Ankündigung dürfte bald folgen. Aus gegebenem Anlass werfen wir einen Blick auf die bisherigen acht Alben der schwedischen Kultband.

Was soll man zu ABBA noch sagen? Die vier Schweden sind aus der modernen Musikgeschichte nicht wegzudenken! Sie sind einer der kommerziell erfolgreichsten Acts aller Zeiten, sie haben die 70er geprägt wie kaum eine andere Band, sie waren ein Vorreiter in Sachen Musikvideos und haben mit ihren Liedern und ihrem Songwriting nachfolgende Musikergenerationen beeinflusst.

Zwar nicht offiziell, aber de facto folgte 1982/83 die Trennung. Doch nach einem Interview in der „New York Times“ und dem Live-Streaming-Event „ABBA Voyage“ hofften Fans weltweit auf neue Songs und ein neues Album im Herbst 2021. Nun ging der Traum in Erfüllung. Das ist Anlass genug, einen Blick auf die bisherigen acht Studioalben des erfolgreichen Quartetts zu werfen.

ABBA: Das sind die alle 9 Studio-Alben der Kultband

© Universal Music/Baillie Walsh

1973: „Ring Ring“

Das Debüt-Album der Band und das einzige, das bei Veröffentlichung nicht Platz 1 der Schwedischen Charts erreichte, sondern „nur“ Platz 2. Damals verstanden sich Björn & Benny, Agnetha & Anni-Frid – wie sie ursprünglich als Gruppe noch etwas sperrig hießen – noch eher als musikalisches Nebenprojekt. Erst nach dem Erfolg der ersten Singles „People Need Love“ und „Ring Ring“ sowie der anschließenden LP fiel der Entschluss, sich fest als Band zu formieren und gemeinsam Musik zu machen.

Der 1997 verstobene Manager Stikkan „Stig“ Anderson bezeichnete die vier Schweden übrigens als ABBA, was auch der Name einer schwedischen Firma für Fisch-Konserven war. Obwohl die Firma außerhalb Schwedens im Grunde unbekannt war, musste die Band um Erlaubnis fragen, den Namen benutzen zu dürfen. Die Firma willigte ein, solange die Musiker nichts taten, wofür man sich hätte schämen müssen.

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"Ring Ring" von 1973

Foto: Universal Music

1974: „Waterloo“

Mit ihrem gleichnamigen Siegersong des Eurovision Song Contest 1974 gelang der Band der große Durchbruch. Als Single stürmte „Waterloo“ in verschiedenen europäischen Ländern an die Chartspitze – u.a. natürlich auch in Deutschland. Das dazugehörige Album war die erste internationale Veröffentlichung, während „Ring Ring“ zuvor nur in ausgewählten Ländern erhältlich war.

Für den englischen und amerikanischen Markt verzichtete man übrigens auf die schwedischsprachige Version von „Waterloo“, mit dem der Longplayer eigentlich beginnt. Abgesehen von „Waterloo“ dürfte der bekannteste Song des Albums natürlich „Honey Honey“ sein.

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"Waterloo" von 1974

Foto: Universal Music

1975: „ABBA“

Was macht man, nachdem man solch einen Riesen-Hit mit „Waterloo“ feiern durfte? Richtig, man legt einfach mit weiteren Hits nach! Das schlicht mit „ABBA“ betitelte dritte Album verkaufte sich in Schweden noch besser als das vorherige. In Deutschland hingegen wollte der „Waterloo“-Nachfolger nicht so recht zünden und kam seinerzeit nicht über Platz 31 in den Charts hinaus.

Im Gegensatz zum Album taten sich die beiden bekanntesten Singles weit weniger schwer: „Mama Mia“ und „SOS“ waren nicht nur in den deutschen Single-Charts, sondern auch in vielen weiteren Ländern auf Platz 1 und gehören bis heute zu den beliebtesten Evergreens der Band.

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"ABBA" von 1975

Foto: Universal Music

1976: „Arrival“

Erfolge sind vermutlich da, um getoppt zu werden: „Arrival“ bietet nicht nur Perlen wie „Knowing Me, Knowing You“, „Money, Money, Money“ und natürlich „Dancing Queen“, sondern ist auch das bis heute erfolgreichste Album der Band. In einigen Ländern gehörte sogar noch „Fernando“ zur Tracklist, das zuvor nur auf dem im selben Jahr erschienenen „Greatest Hits“-Album zu finden war.

Nachdem es natürlich ein Nummer-Eins-Album in England war, schlich sich „Arrival“ im August 2018 noch einmal auf Platz 94 der englischen Charts ein. Fast 40 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung fand es also immer noch mehr als genug Käufer für einen zweiten Chart-Einstieg.

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"Arrival" von 1976

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1977: „ABBA: The Album“

ABBA tat es den Beatles gleich: Ein Kinofilm musste her! Gemeinsam mit „ABBA: The Movie“ wurde im Dezember 1977 „ABBA: The Album“ veröffentlich. Cover und Filmposter teilten sich neben dem simpel gehaltenen Titel auch das gleiche Artwork. Der bekannteste Song des Album dürfte sicherlich „Thank You For The Music“ sein.

Aufgrund der hohen Vorbestellungen kam man in England nicht mit dem Pressen der Tonträger hinterher, weswegen „ABBA: The Album“ es nicht zum Weihnachtsgeschäft 1977 in den Handel schaffte. Erst im Januar 1978 konnte man es auch auf der Insel in den Plattenläden finden.

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"ABBA: The Album" von 1977

Foto: Universal Music

1979: „Voulez-Vous“

Die Arbeiten zu „Voulez-Vous“ begannen zunächst etwas schleppend. Von dem Material, das man nach sechs Monaten erarbeitetet hatte, sollten es nur zwei Songs aufs finale Album schaffen. Das Besondere an den Aufnahmen war aber viel mehr, dass sie zum ersten Mal in ABBAs neuem, eigenen Studio stattfanden: den Polar Studios in Stockholm, die damals das modernste Aufnahmestudio der Welt waren.

Gleichzeitig war „Voulez-Vous“ aber auch das einzige ABBA-Album, das nicht vollständig in Schweden aufgenommen wurde. Die Instrumentalspuren des titelgebenden Songs wurden in Miami aufgenommen – im selben Studio, in denen auch die Bee Gees ihre Aufnahmen machten.

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"Voulez-Vous" von 1979

Foto: Universal Music

1980: „Super Trouper“

Das siebte Studioalbum startet direkt mit zwei Nummer-1-Hits: „Super Trouper“ und „The Winner Takes It All“. Letzteren bezeichnete Agnetha später als besten ABBA-Song aller Zeiten.

Das letzte Lied des Albums – „The Way Old Friends Do“ – ist eine stark bearbeitete Live-Aufnahme. Der Beifall am Ende geht auf der schwedischen LP in die Auslaufrille über und wird endlos wiederholt, bis der Plattenspieler abgeschaltet wird.

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"Super Trouper" von 1980

Foto: Universal Music

1981: „The Visitors“

Das bis jetzt letzte Studioalbum war in mehrfacher Hinsicht eine Zeitenwende: Zum einen zeichnete sich das Ende der musikalischen Zusammenarbeit ab. Die Texte handeln verstärkt von Trennung und Abschiedsschmerz – aber teilweise auch vom Kalten Krieg. Agnetha und Anni-Frid singen nicht mehr gemeinsam, jede übernimmt nur noch ihren eigenen Part.

Auch auf dem düsteren Cover präsentiert sich die Band nicht mehr als Einheit. Zum anderen läutete „The Visitors“ auch insofern eine Zeitenwende ein, weil es als erste CD-Veröffentlichung der Musikgeschichte gilt.

ABBA: Das sind die bisherigen 8 Studio-Alben der Kultband
"The Visitors" von 1981

Foto: Universal Music

2021: Neuntes Studioalbum „Voyage“

Eine Trennung wurde nie offiziell verkündet. 1986 folgte der letzte gemeinsame Fernsehauftritt und danach waren die vier erst 2016 wieder gemeinsam bei einer Show-Premiere zu sehen. Beim Halbfinale des ESC 2004 überraschte die Band mit ihrem „Last Video“, das an dem Abend von 100 Millionen Menschen gesehen wurde. Allerdings ließen sie sich in dem Clip von Puppen vertreten.

Für eine erneute Überraschung sorgte ABBA im April 2018, als zwei neue Songs und eine Hologramm-Tournee angekündigt wurden. Nichts davon kam zustande. Im Mai 2021 kündigte Björn in der New York Times ein neuntes Studioalbum für den Herbst an. Am 2. September startete das Streaming-Event und die Website „ABBA Voyage“. ABBA ließen die Bombe platzen: Es kommt am 5. November ein neues Album!

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© Universal Music

Die neuen Singles „I Still Have Faith In You“ und „Don’t Shut Me Down“, die beide auch Teil von innovativen Liveshows in London ab 2022 sein werden – wurden zeitgleich veröffentlicht.

Für neue Fans: „ABBA Gold – Greatest Hits“ ist eine Hit-Compilation, die erstmals am 21. September 1992, etwa zehn Jahre nach der Trennung der Band, erschien. 1999 gab es eine Re-Edition in überarbeiteter Klangqualität und mit etwas längeren Versionen mancher Songs. Das Album gehört mit über 30 Millionen verkauften Exemplaren zu den weltweit erfolgreichsten Alben.