Ärger ums ComebackHelene Fischer: Heftige Fan-Kritik an ihrem Mega-Konzert

Helene Fischer auf der Bühne bei "Das große Schlagercomeback" in Leipzig
Helene Fischer auf der Bühne bei "Das große Schlagercomeback" in Leipzig

Foto: IMAGO / STAR-MEDIA

Tony PolandTony Poland | 18.08.2022, 19:30 Uhr

Am 20. August steht Helene Fischer zum größten und spektakulärsten Konzert ihrer Karriere auf der Bühne. In München wird die Schlager-Queen vor etwa 150.000 Fans ihr offizielles Comeback nach der Babypause geben. Doch die Vorfreude auf das Event ist stark getrübt.

Am kommenden Sonnabend gibt Helene Fischer ihr in diesem Jahr einziges Deutschland-Konzert. Und was für eins! Zwar meldete sich die 38-Jährige bereits Ende Juli mit einer Showeinlage live im TV zurück. Doch so richtig krachen lässt es die frisch gebackene Mutter erst am 20. August.

Auf dem Open-Air-Gelände der Messe München rockt die „Atemlos“-Gigantin endlich wieder die Bühne. Bis zu 150.000 Anhänger werden zu „Rausch-Live“ live vor Ort sein. Inzwischen ist auch der zeitliche Ablauf für den großen Comeback-Tag bekannt. Und der sorgt für allerhand Fragezeichen…

Comeback von Helene Fischer: Ewige Wartezeiten & zu teuer?

Als Veranstalter des XXL-Events veröffentlichte die „Leutgeb Entertainment Group“ jetzt das komplette Programm auf Instagram. So beginnt bereits ab 14 Uhr der Einlass auf das riesige Konzertgelände, schon zwei Stunden früher öffnet das Eventgelände. Erst um 20 Uhr betritt Helene Fischer dann die große Bühne, um mit ihrer zweieinhalbstündigen Show zu beginnen.

Countdown zum Mega-Event: Irre Fakten zum Riesenkonzert von Helene Fischer

Eine so lange Wartezeit kann ganz schön nerven. Zumal aktuell keine Acts im Vorfeld oder irgendein anderes Rahmenprogramm angekündigt sind. Da helfen die zahlreichen Imbissstände nicht wirklich. Schließen gehen Speisen und Getränke zusätzlich ins Geld, nachdem die horrenden Ticketpreise bereits im Vorfeld für mächtig Ärger sorgten.

Für knapp 70 Euro bekamen Fans zwar einen exklusiven Stehplatz, allerdings mit beschränkter Sicht. Sitzplätze gab es ab 169,99 Euro, das teuerste VIP-Ticket für fast 600 Euro. „Wird es Vorbands geben oder irgendetwas zur Unterhaltung so vieler Fans beigetragen, die nicht gerade günstige Tickets gekauft haben?“, fragte ein Fan.

Kritik gibt es auch an der angeblich zu kurzen Spielzeit der Schlagerkönigin. „Und dann nur 2,5 Stunden Helene, da war ja sogar das Konzert auf der Stadiontour länger oder ihre Weihnachtsshows.“ Vermutlich steht aber die ein oder andere bislang nicht verkündete Überraschung noch aus. Schließlich will der Spannungsbogen für das große Spektakel aufgebaut werden.

„Rausch-Live“ fällt wohl ins Wasser…

Ebenfalls für miese Laune sorgte die Tatsache, dass Regenschirme auf dem Gelände verboten sind. Und dass, obwohl für das kommende Wochenende laut Wetterdienst in München starke Regenfälle und Gewitter vorhergesagt werden. Das Konzert findet natürlich trotzdem statt, auch wenn es ziemlich nass werden dürfte.

Weiterhin nicht erlaubt sind laut Veranstalter Powerbanks. Somit dürfte das Handy bei vielen Fans schon leer sein, ehe Helene Fischer endlich da ist. Stationäre Möglichkeiten, sein Handy aufzuladen, wird es laut „Leutgeb Entertainment Group“ ebenfalls nicht geben.

„Bei so einer langen Zeit auf dem Gelände ist es doch wichtig, garantieren zu können, Begleitungen erreichen zu können“, kritisierte eine Userin. Abgesehen davon, steht ein Erinnerungs-Selfie oder ein Schnappschuss von Helene natürlich ganz hoch im Kurs.

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Einmalig in dieser Größenordnung

Um die Kosten für die beeindruckende Bühne auf dem Konzertgelände in Trudering-Riem zu decken, holte Veranstaltungs-Chef Klaus Leutgeb neben Helene Fischer noch zwei weitere Weltstars nach München. Den Anfang machte „Volks-Rock’n’Roller“ Andreas Gabalier (37) bereits am 6. August vor ca. 90.000 begeisterten Zuschauern.

Den Schlussstrich unter die Open-Air-Konzert-Trilogie zieht Robbie Williams (48). Der britische Superstar wird am 27. August auftreten. Für die drei Events wurde eine Bühne aufgebaut, wie es sie in Deutschland noch nicht gegeben hat. Auf 150 Metern können die Stars eine riesige Show bieten.

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Die „Süddeutsche Zeitung“ konnte Anfang August einen Blick hinter die Kulissen werfen. 5.000 Scheinwerfer sorgen demnach für die richtige Beleuchtung. Die Bühne ist nach oben hin offen. Sollte es regnen, gibt es eine zweite Ebene, unter der sich die Musiker unterstellen können. Allein diese Brücke sei 50 Meter breit.

Um das gesamte Projekt kümmerten sich 5.000 Mitarbeiter, 500 Sattelschlepper fuhren die Ausrüstung an den Veranstaltungsort. Allein die Blitzschutzanlage habe 500.000 Euro gekostet. Zudem seien 2.000 Quadratmeter LED-Screens und 18 Lautsprechertürme auf dem Gelände verteilt worden.