Steffen Henssler

IMAGO / STAR-MEDIA

Steffen Henssler ist so etwas wie der Kämpfer unter den deutschen Fernsehköchen – stets im Wettbewerb, immer eine Spitze gegen die Kollegen auf den Lippen. Zeitweilig beerbte er sogar Stefan Raab bei „Schlag den Raab“ mit „Schlag den Henssler“, ein Format, das der Samstagabendshow gewordene Konkurrenzkampf ist. So sehr Henssler selbst das Rampenlicht sucht, so geheim hält er jedoch sein Privatleben.

Steckbrief

Name
Henssler
Vorname
Steffen
Größe
1,80 m
Wohnort
Hamburg
Geburtstag
27. September 1972 in Neuenbürg
Sternzeichen
Waage
Partner
Ex-Frau (Trennung vor 2007); mindestens zwei weitere Partnerinnen
Kinder
Zwei Töchter (geb. 2007 und 2008)
Eltern
Werner Henssler (Gastronom)
Geschwister
Eine Schwester und drei Brüder

Biografie von Steffen Henssler

Steffen Henssler (*1972) kommt aus einfachen Verhältnissen, die Kochkunst war ihm aber wohl in die Wiege gelegt – auch sein Vater ist Gastronom. Mit einer gesunden Mischung aus Glück, Talent und Fleiß hat Henssler sich zu einem der populärsten Fernsehköche Deutschlands hochgearbeitet.

Steffens Kindheit: Vom Schwarzwald an die Elbe

Steffen Henssler wurde am 27. September 1972 in Neuenbürg im Schwarzwald geboren. Er wuchs allerdings in Norddeutschland auf, zunächst bei seiner Mutter in Pinneberg. Die Eltern lebten damals schon getrennt.

Als Steffen Henssler gerade einmal neun Jahre alt war, starb seine Mutter an Krebs. Im „Stern“ sprach Henssler erstmals über diesen Schicksalsschlag: „Das hat mir gezeigt, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Vielleicht lebe ich deshalb heute so sehr nach dem Motto: Carpe diem, nutze den Tag. Du weißt nicht, was morgen ist. Ich habe diese Gier nach Leben.“

Unmittelbar nach dem Tod der Mutter musste Henssler zu seinem Vater Werner Henssler ziehen, der in Hamburg als Gastronom arbeitete. „Das war für mich eine komplette Umstellung, mein kompletter Alltag änderte sich“, gesteht Henssler im „Stern“-Interview.

Hier spricht er auch über seine Kindheit und Schulzeit. So gibt er an, schon als Kind jemand gewesen zu sein, der stets aktiv war und wenig zu Ruhe kam. Heute stürzt er sich mit Leidenschaft in die Arbeit. Der Tod der Mutter habe ihn aber auch abgehärtet.

Dennoch war der Schulwechsel, der mit dem Umzug nach Hamburg einherging, schwierig für ihn: „Ich kam da an wie der Dorfdepp. Die sprachen im Deutschunterricht vom Plusquamperfekt. Und ich dachte: Alter, was geht hier ab?“ Steffen Henssler war kein starker Schüler, weshalb ihm seine Klassenlehrerin früh einen handwerklichen Beruf nahelegte, da es zum Studium nicht reiche. Nach der Mittleren Reife beendete Henssler daher seine Schullaufbahn.

Lottogewinn und Koch-Ausbildung

Nach dem Realschulabschluss machte Henssler eine Ausbildung zum Koch in „Andresens Gasthof“ in Bargum, einem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurant. Das Glück war ihm danach hold, denn er gewann Ende der 1990er 44.000 DM im Lotto.

Da er bei einem Urlaub in den USA seine Liebe für Sushi entdeckt hatte, investierte Henssler den Lottogewinn in eine Ausbildung an der Sushi Academy in Los Angeles. Er schloss mit Bestnote ab und erhielt so als erster Deutscher den Titel „Professional Sushi Chef“. Nach einigen Jobs in den Staaten, kehrte Henssler 2001 nach Hamburg heim, wo er bald sein erstes eigenes Restaurant eröffnete.

Steffen Hensslers TV-Karriere beginnt beim NDR

Hensslers Fernsehkarriere begann beim NDR. Zunächst 2004 noch als Gast an der Seite des Fernsehkochkollegen Rainer Sass (67), später dann ab 2006 mit der eigenen Show „Hensslers Küche“, in der er in zwei Staffeln seine von der japanischen und kalifornischen Küche geprägten Gerichte kochte.

Auf Empfehlung von seiner heißesten Konkurrenz am TV-Herd –Tim Mälzer selbst – übernahm Henssler dessen Sendeplatz bei Vox. Statt „Schmeckt nicht, gibt’s nicht“ lief nun „Ganz & Gar Henssler“. Bald darauf wechselte Henssler jedoch zum ZDF und war hier von Januar 2008 bis August 2010 ein Mitglied der Stammbesetzung von „Die Küchenschlacht“. Parallel war er immer wieder als Gast bei „Lanz kocht!“ im ZDF und bei „Die Kocharena“ auf seinem alten Heimatsender VOX mit von der Partie. 2010 gab das ZDF ihm wieder eine eigene Show: Henssler moderierte die Kochsendung „Topfgeldjäger“.

Auch Vox gab Henssler eine neue Show. Seit 2013 läuft hier „Grill den Henssler“, bei der drei Prominente, die zuvor von anderen Profiköchen trainiert wurden, Henssler in einem Kochwettstreit herausfordern. Moderiert wurde die Sendung zunächst von Jochen Schropp , danach vier Jahre lang von Ruth Moschner, die die Sendung aus bis heute unbekannten Gründen 2017 verließ und von Annie Hoffmann ersetzt wurde.

„Grill den Henssler“ hat mittlerweile 15 Staffeln und wird immer gern gesehen.

2014 begann dann Hensslers Tätigkeit für RTL. Hier übernahm er das Coaching-Format „Der Restauranttester“ von Christian Rach. Die ebenfalls seit 2014 von RTL produzierte und ausgestrahlte Sendung „Henssler hinter Gittern“ polarisierte stark. Schon vor der Ausstrahlung hagelte es heftige Kritik seitens LKA und Weißer Ring. Es wurde dem Format vorgeworfen, Schwerverbrechern im Fernsehen eine Bühne zu bieten. Die Sendung wurde nach vier Folgen eingestellt.

Im September 2017 beerbte Henssler zur Abwechslung mal keinen Kochkollegen in einem Showformat, sondern eine wahre TV-Größe: Stefan Raab. Als der mit 50 Jahren in Rente ging, wollte Pro7 „Schlag den Raab“ als Format dennoch am Leben erhalten, war es doch eine erfolgreiche Samstagabendshow. „Schlag den Henssler“ konnte jedoch nicht an den Erfolg des Vorgängerformats anknüpfen. Nach einem Jahr beendete Pro7 die Zusammenarbeit.

Die Marke Henssler

Wie viele prominente Köche weiß Steffen Henssler sich zu vermarkten. Sein geschätztes Jahreseinkommen soll sich angeblich auf eine Million Euro belaufen, sein Gesamtvermögen wird auf 7 Millionen geschätzt. Dabei hat er anders als viele seiner Fernsehkochkollegen, etwa Christian Rach oder Frank Rosin, keinen Michelin-Stern.

Steffen Hensslers Restaurants

2001 eröffnete Steffen Henssler in Hamburg zusammen mit seinem Vater sein erstes Restaurant mit dem nahe liegenden Namen „Henssler & Henssler“. 2009 folgte ein weiteres Restaurant in Hamburg: „ONO by Steffen Henssler“. Im selben Jahr ernannte der World Wide Fund For Nature Henssler zum „Meeresanwalt“.

2015 machte Steffen Henssler sich selbst ganz aktiv an die Ausbildung junger Köche und rief eine Kochschule ins Leben, die auch als Eventfläche dient: „Hensslers Küche“. 2017 und 2018 eröffnete Henssler dann zwei weitere Restaurants: das auf Fast Food und Snacks ausgelegte „Ahoi“ und das auf japanische Küche spezialisierte „Henssler GO“. Beide Restaurants befinden sich ebenfalls in Hamburg.

Galerie

Hensslers Koch-Imperium: Feinkost, Küchenutensilien und Kochbücher

Neben den Restaurants und seinen Auftritten im Fernsehen zeichnet Henssler sich wie viele berühmte Köche auch für Kochbücher und eine eigene Internetpräsenz verantwortlich.

Letztere führt einen auch so gleich zum Steffen-Henssler-Shop, und der hat es in sich: Unter dem Reiter „Zutaten & Feinkost“ finden sich in Wahrheit Gewürzmischungen, Öle und Soßen von Hensslers Hausmarke „Schnelle Nummer“. Bei „Küchenutensilien“ sind dann in der Tat verschiedene Pfannen (Deckel gibt’s separat) und Messer, Töpfe, ein Thermometer, Grillzangen, eine Küchenwaage, eine Thermosflasche, ein Schüsselset, eine Reibe, ein Messerschärfer und ein gravierter Kochlöffel für 5,95 € zu finden. Unter „Kochbücher“ grinst einen dann wenig überraschend Steffen Henssler selbst von mehreren Buchcovern entgegen.

Hensslers Koch-Style

Dass Hensslers Marke „Schnelle Nummer“ heißt, kommt nicht von ungefähr. Steffen Henssler ist nicht gerade als penibler und ruhiger Koch bekannt, sondern vielmehr als hyperaktiver Küchenakrobat. Bei ihm geht es flott zur Sache und immer ein wenig unbekümmert.

Aber wen interessiert es, wie fix ein Gericht gekocht ist, solange das Ergebnis stimmt. Einflüsse zieht Henssler dabei auch aus der japanischen und amerikanischen Küche, wobei die sorgfältige Zubereitung von Sushi sicher einen gewissen Kontrast zur schnelllebigen und deftigen Küche der Staaten darstellt.

Beef ums Beef: Henssler vs. Rach, Mälzer und Co.

Steffen Henssler sucht stets das Kräftemessen mit seinen Kollegen, viele seiner Fernsehshows sind vom Wettbewerb und Konkurrenzkampf geprägt. Gleichzeitig ist er bei Shows, wo er selbst Kandidat ist, nicht selten auch vom Urteil seiner Kollegen abhängig.

Da Henssler gleichzeitig auch ein ziemlich loses Mundwerk hat, haut er auch gerne mal die ein oder andere Spitze gegen seine Kollegen raus.

Während Mälzer etwa auch kein Blatt vor den Mund nimmt, schnell zurückschießt und auch sehr direkt in seinen Aussagen ist, geht es bei einem Christian Rach ruhiger und gesitteter zu. Umso mehr sitzt dann aber das vernichtende Urteil, falls es kommt.

Steffen Henssler privat: Seine Ex-Frau, seine Kinder

Wenig ist bekannt über Steffen Hensslers Privatleben.

Er war einmal verheiratet und hat zwei Töchter, von denen jedoch keine aus der Ehe stammt und die beide unterschiedliche Mütter haben sollen. Eine wurde 2007 geboren, die andere 2008. Angeblich soll die Mutter der zweiten Tochter nach wie vor Hensslers Lebensgefährtin sein. Andere Gerüchte besagen jedoch, dass er in einer neuen Beziehung sei, aus der ein Sohn hervorgegangen ist.